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Politik & Regulierung

Ergo-Umfrage: Deutsche fürchten sich mehr vor Krankheit als vor Armut

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Deutschen fürchten sich derzeit mehr vor Krankheit als vor Armut. Nach der Angst, im Alter an einer Krankheit zu leiden (64 Prozent) folgt mit 39 Prozent die Angst vor Armut. Dies geht aus dem aktuellen Risiko-Report der Ergo hervor, der im September veröffentlicht werden soll.

Demnach begleitet die Sorge, im Laufe des Lebens arm zu werden, vor allem die jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren (48 Prozent). Über 60-Jährige haben hingegen mit 42 Prozent häufiger als alle anderen Befragten die Befürchtung, im hohen Alter ihr Leben nicht mehr selbstständig und unabhängig führen zu können. Nahezu einem Drittel (29 Prozent) der Deutschen bereitet die drohende Einsamkeit im Alter großen Kummer, heißt es bei der Ergo weiter.

 

Allerdings bilde nur gut jeder vierte Befragte (28 Prozent) keine monatlichen Rücklagen für die private Altersvorsorge. Am häufigsten trifft das auf die Altersgruppe der 18-30-Jährigen (33 Prozent) sowie auf die über 60-Jährigen (36 Prozent) zu. Auch Frauen bilden oft kein stabiles finanzielles Polster für die Altersvorsorge: 32 Prozent von ihnen sparen monatlich keinen einzigen Euro – bei Männern trifft das auf 24 Prozent zu.

 

Dennoch als jeder zweite (55 Prozent) Befragte glaubt, dass er im Alter mit seinem Geld sparsamer umgehen und sich einschränken müsse. Die Altersgruppe der 41-50-Jährigen schätzt das Risiko, im Alter finanziell schlechter gestellt zu sein, mit 62 Prozent wesentlich höher ein als Menschen, die gerade noch am Anfang ihres Berufslebens stehen (18-30-Jährige: 47 Prozent). Ein Blick auf die Berufsgruppen zeigt: Die Beamten schätzen ihre Chancen, ihren Lebensstandard im Alter halten zu können, mit 61 Prozent am höchsten ein, Selbstständige gleich dahinter mit 53 Prozent. 

 

"Noch immer sorgen zu wenig Menschen für ihren Lebensabend vor – das ist ein alarmierendes Ergebnis. Gerade in Zeiten von Nullzinspolitik, volatilen Aktienmärkten und steigender Lebenserwartung ist die private Altersvorsorge über eine Lebens- oder Rentenversicherung ein unverzichtbarer Bestandteil neben der gesetzlichen Rente“, kommentiert Michael Fauser, Vorstandsvorsitzender Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG die Ergebnisse des neuen Risikoreports.

Ergo
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