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Politik & Regulierung

Unwetter verursachen seit Jahresbeginn Schä­den von 1,3 Mrd. Euro

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der GDV zieht Bilanz: Sturm, Hagel, Blitz und Starkregen haben im ersten Halbjahr 2019 Schäden an Kraftfahrzeugen und Wohngebäuden in Höhe von rund 1,3 Mrd. Euro verursacht. Für das Gesamtjahr rechnet der Verband dennoch mit einem "normalen Schadenjahr". 730 Mio. Euro der Halbjahresschäden entfallen dabei auf Wohngebäude (langjähriger Halbjahresdurchschnitt: 800 Mio. Euro), 550 Millionen Euro auf Kraftfahrzeuge.

Auch von Januar bis Juni 2018 hatte die Summe bei 1,3 Milliarden Euro gelegen. Autos hätten in diesem Jahr etwas stärker als sonst unter den sogenannten Naturgefahrenschäden gelitten: Die bisherige Schadensumme liege mit 550 Millionen Euro zehn Prozent über dem langjährigen Mittelwert. Dafür seien auch zahlreiche Hagelschäden an Autos im süddeutschen Raum verantwortlich. "Die Unwetterserie und der Hagel an Pfingsten haben erneut gezeigt: Einige wenige Ereignisse können in kurzer Zeit hohen Schaden anrichten", sagte Bernhard Gause, Mitglied der GDV-Geschäftsführung. Der Verband ist dennoch zuversichtlich: "Trotz vieler Hagelschäden an Autos rechnen wir derzeit mit einem normalen Schadenjahr 2019." Die Wohngebäudeversicherer leisteten für Sturm- und Hagelschäden rund 660 Mio. Euro. Allein die beiden März-Stürme "Dragi" und "Eberhard" schlugen mit gut 300 Mio. Euro zu Buche.

 

Für den Starkregen im Juni leisteten die deutschen Wohngebäudeversicherer rund 25 Mio. Euro. Insgesamt fielen die sogenannten erweiterten Naturgefahrenschäden durch Starkregen, Überschwemmungen und die Erdgefahren mit rund 70 Mio. Euro bislang unterdurchschnittlich aus. Der langjährige Halbjahresschnitt liegt bei 140 Mio. Euro. Anders als gegen Sturm und Hagel sind immer noch mehr als die Hälfte der deutschen Wohngebäudebesitzer (57 Prozent) nicht mit einer Elementarschadenversicherung gegen die erweiterten Naturgefahren versichert. Die tatsächlichen Schäden durch Starkregen liegen somit viel höher.

 

Zum Vergleich: Deutschlandweit beklagten die Versicherer im vergangenen Jahr 2,6 Mrd. Euro an Schäden. Allein Sturm und Hagel sorgten in Nordrhein-Westfalen für Schäden von 786 Millionen Euro. Deutlich geringer waren die Sturmschäden in Baden-Württemberg (156 Millionen Euro) und Bayern (202 Millionen Euro). "2018 gehört zu den vier schwersten Sturmjahren der letzten 20 Jahre", sagte GDV-Präsident Wolfgang Weiler im vergangenen Jahr. So war Mitte Januar 2018 das Orkantief "Friederike" über West- und Mitteleuropa hinweggezogen.

GDV · Unwetter
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