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Unternehmen & Management

HDI: "Unmittelbare, kurzfristige Auswirkung der Konjunkturdelle auf das Marktumfeld sehen wir nicht"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Deutschland galt lange Zeit als Exportweltmeister. Allein im Juni 2019 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Waren im Wert von 106,1 Mrd. Euro exportiert. Dies entspricht einem Rückgang von 8,0 Prozent. Die sinkenden Ausfuhren könnten auf Dauer bei den Transportversicherern zu schaffen machen. Diese scheinen sich aber noch in Gelassenheit zu üben,

"Als weltweit aktiver Industrie- und Transportversicherer sind wir an einen äußerst wettbewerbsintensiven Markt gewöhnt. Eine unmittelbare, kurzfristige Auswirkung der Konjunkturdelle auf das Marktumfeld sehen wir nicht", wird ein Sprecher des Transportversicherers HDI Global SE im Fachmagazin Springerprofessional zitiert. So habe man aktuell "aktuell mindestens eine Delle". Aber: "Die deutsche Wirtschaft steht irgendwo zwischen markanter Abschwächung und Rezession: Auch, wenn das zweite Quartal schwierig war: Für das Gesamtjahr rechnen wir dennoch, wie die meisten Konjunkturforscher, mit einem positiven Wirtschaftswachstum", heißt es bei der HDI weiter.

 

Neben den zunehmenden Handelskonflikten und einem steigenden Wirtschaftsnationalismus sind auch die Prämien in der Warentransport- und auch der Seekasko-Versicherung seit einigen Jahren unter Druck. Als Hauptgründe für den Verlust von Containern gelten demnach nicht nur schlecht gesicherte Ladung, sondern an Land bereits unsachgemäß beladene Stahlboxen. "Unser größtes Risiko ist falsch deklarierte Ladung. Natürlich transportieren wir auch Gefahrgut – unter strengen Sicherheitsbestimmungen. Aber dafür müssen wir eben auch wissen, dass es sich um solche Spezialladung handelt", wird Christian Denso, Sprecher des Verbands Deutscher Reeder, zitiert.

 

Nach Angaben des Industrieversicherers AGCS kam es zwar 2018 weltweit auf den Weltmeeren zu insgesamt 46 Totalverlusten in der Klasse der Schiffe über 100 Bruttoregistertonnen. Allerdings ist dies, gesamt betrachtet, nur die halbe Wahrheit, denn mit weltweit 2.698 Vorfällen auf See sind die gemeldeten Schäden mit weniger als einem Prozentpunkt nur unwesentlich zurückgegangen. Dabei machen Maschinenschäden mehr als ein Drittel aller Schiffsunfälle (1.079) aus. Kollisionen untereinander (319), Strandungen (315) und Fremdkontakte (208) rangieren auf den Plätzen dahinter. Erst auf Rang fünf erscheint die Unglücksursache Feuer/Explosionen mit 174 Vorfällen.

Exporte · Transportversicherer
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