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US-Versicherer bezahlen Cops, um gegen eigene Kunden zu ermitteln

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wird ein Auto gestohlen, dann vermuten Kfz-Versicherer wie Erie, State Farm und Farmers gleich einen Versicherungsbetrug, schreibt das Magazin Buzzfeed, das eine gängige Praxis aufdeckte. Polizeibehörden werden von den Versicherern bezahlt, damit diese nicht einem Diebstahl nachgehen, sondern gegen die Versicherungskunden ermitteln.

Als die Polizei bei Harry Schmidts Haus in Pittsburgh anklopfte, dacht er, dass sie helfen würden, sein gestohlenes Auto wiederzufinden. Stattdessen beschuldigten sie ihn, den Diebstahl vorzutäuschen.

 

Später stellt sich heraus, dass der Kfz-Versicherer Erie Insurance  Polizisten mehr oder weniger direkt bezahlten, damit dieser den Kunden des Versicherungsbetrugs überführte. Ferner trug der Versicherer auch die Kosten dafür, um Zeugen für die Tat zu befragen.

 

Das Magazin BuzzFeed fand heraus, dass Kfz-Versicherer wie Erie, State Farm und Farmers die Strafverfolgungsbehörden für Ihre Zwecke nutzen. Sie locken Vermittler mit Incentives, damit diese sich mehr auf Versicherungsbetrug konzentrierten, statt auf einen möglichen Diebstahl des Autos.

 

Etwa 27 solcher Fälle hat BuzzFeed ermittelt, wo Versicherungskunden angeklagt wurden, weil Versicherer bestimmte Beweise den Behörden vorlegten. Viele weitere Fälle werden erst gar nicht publik.

 

Allein im Staat Florida wurden in den vergangenen fünf Jahren den Behörden 14.500 Verweise auf Versicherungsbetrug von Eigenheimbesitzern und Autobesitzern durch die Versicherer selbst übermittelt.

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