Gewitter mit Blitz
Gewitter mit BlitzQuelle: Bild von O12 auf Pixabay 
Unternehmen & Management

Katastrophen kosten im ersten Halbjahr 44 Milliarden Dollar

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Geht es um Naturkatastrophen und deren Auswirkungen, immer die Rückversicherer fragen. Oft ist nicht einmal das notwendig, die Unternehmen liefern einem die Zahlen frei Haus. Diesmal die Swiss Re, die sich im neuen Sigma-Bericht mit den Schäden des ersten Halbjahres auseinandergesetzt hat. Weniger Schäden, dennoch viele Tote, ist die Bilanz.

Der "weltweite gesamtwirtschaftliche Schaden aus Natur- und Man-made-Katastrophen" belief sich auf 44 Milliarden Dollar. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Halbjahresdurchschnitt der letzten zehn Jahre von 109 Mrd. Dollar und ebenfalls unter den Schäden im gleichen Vorjahreszeitraum von 51 Milliarden Dollar.

 

Die versicherten Schäden betrugen 19 Mrd. Dollar, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 26 Milliarden Dollar. Doch trotz insgesamt geringerer Schäden, bleiben Naturmächte gefährlich für Menschen. Immer noch 5.000 Leben forderten die Katastrophen, zeigt die Sigma-Schätzungen des Swiss Re Institute. Hauptursache für die Schäden waren vor allem Gewitterstürme und Überflutungen in verschiedenen Regionen der Welt.

 

Der gesamtwirtschaftliche Schaden aus Naturkatastrophen im ersten Halbjahr 2019 betrug 40 Mrd. US-Dollar, ein Rückgang um fünf Milliarden. Nur etwa 42 Prozent dieser Schäden waren versichert, im Jahr zuvor waren es zehn Prozent mehr.

 

Martin Bertogg, Head of Catastrophe Perils bei Swiss Re: "Die Entwicklung in der ersten Jahreshälfte hat einmal mehr die große Deckungslücke in den Schwellenländern offenbart. Der Zyklon Idai beispielsweise hat uns eindrücklich gezeigt, wie gefährdet die Städte und Dörfer an afrikanischen Küsten sind. Und in Indien hat der Zyklon Fani großflächige Schäden und hohe unversicherte Verluste verursacht. Die Art und die geografische Lage der Ereignisse verdeutlichen, dass sekundäre Naturgefahren mittlerweile einen größeren Anteil an den Gesamtschäden tragen. Dies wurde detailliert im letzten Sigma zu Natur- und Man-made-Katastrophen untersucht."

 

Sekundäre Naturgefahren als größte Gefahr

 

Sekundäre Naturgefahren wie Gewitterstürme, Starkregen und Schnee-schmelze waren in der ersten Jahreshälfte für die größten Wind- und Wasserschäden in zahlreichen Ländern verantwortlich, zum Beispiel in den USA, Kanada, Europa, Australien, China und Iran. Das Sigma des Swiss Re Institute schätzt den wirtschaftlichen Gesamtschaden aus diesen Ereignissen auf 32 Mrd. Dollar; davon waren etwa 13 Mrd. Dollar versichert.

 

Wer sich bei der Nennung der sekundären Gefahren daran erinnerte, dass die Swiss Re und der zitierte Martin Bertogg bereits Monaten zuvor vor sekundären Naturgefahren warnte, darf sich eine Aufmerksamkeitshummel ins VWheute-Hausaufgabenheft kleben. Für alle anderen noch einmal der lesenswerte Artikel zum Thema.

Swiss Re · sigma-Studie · Naturkatastrophe
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