Übernahmewelle in der Fintech-Branche
Übernahmewelle in der Fintech-BrancheQuelle: Bild von Elias Sch. auf Pixabay 
Märkte & Vertrieb

Übernahmewelle in deutscher Fintech-Branche

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Fintech-Szene wird durch Fusionen kleiner. Die Ursache sind Übernahmen, wie eine PWC-Studie zeigt, aber es gibt auch andere Gründe. Der Trend zur Verkleinerung soll weiter anhalten und die Versicherungsbranche ist ein Teil der Entwicklung. Wer aufmerksam VWheute liest, wusste das schon vor der Studie.

Fintechs werden bei Fehlentwicklungen erweitert, angepasst oder verschmolzen, erklärte Carolin Gabor, Chief Commercial Officer bei Finleap. Das hat auch seinen Grund: "Schaut man sich die großen, global erfolgreichen Digitalunternehmen an, dann haben die immer einen Pivot im Geschäftsmodell vorgenommen und ihr Tun angepasst oder erweitert", sagt Gabor. Ihr Unternehmen ist bei der Konsolidierung des Fintech-Marktes beteiligt. In der Vergangenheit wurden Finreach Solutions und Moneymap vereint, in diesem Jahr waren es das Hamburger Start-up Figo und, erneut, Finreach Solutions. Andere Marktteilnehmer sind ebenso nicht untätig geblieben, so übernahm der Maklerpool BCA das Insurtech Asuro.

 

Neuer Rekord voraus

 

Seit dem Jahr 2013 soll es bereits 92 Übernahmen in der hiesigen Fintech-Branche gegeben haben, in diesem Jahr steuert die Branche auf einen neuen Rekord zu. Das zeigt die Studie von PWC, über die das Handelsblatt berichtete. Von Jahresanfang bis Juni gab es bereits 16 Übernahmen, der Rekord für ein gesamtes Jahr beträgt 20, erzielt im Jahr 2017.

 

Laut der Untersuchung sind insbesondere B2B-Fintechs Übernahmekandidaten, also Unternehmen, deren Kunden andere Firmen sind. Knapp zwei Drittel der übernommenen Techs gehört zu diesem Bereich.

 

Andere Ursachen

 

Nicht jedes strauchelnde Unternehmen kann gerettet werden, das gilt auch bei Fintechs. Seit dem Jahr 2011 haben 233 dieser Unternehmen, es sollen aktuell 800 sein, ihr Tun einstellen müssen. Das entspricht laut Studie etwa 20 Prozent, die durchschnittliche Verweildauer auf dem Markt beträgt knapp vier Jahre. Wobei an dieser Stelle gefragt werden muss, ab wann ein Fintech nicht mehr als solches zählt und aus der Zählung verschwindet.

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