BMW Mini-Cooper
BMW Mini-CooperQuelle: BMW Press Club
Politik & Regulierung

KFZ-Haftung: Warum Sie sich nicht gegen ein rollendes Auto stemmen sollten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Harte Fakten der Autohaftpflicht: Wer sandalenbeschuht ein rollendes Auto stoppen will, trägt an den Folgen ein hohes Mitverschulden und bekommt weniger Schmerzensgeld.  

Ein Mann versuchte das sich in einer Rollbewegung befindliche Auto seiner Lebensgefährtin zu stoppen und verletzte sich schwer. Die Dame war vor dem Wohnhaus in ihren BMW Mini gestiegen und hatte sich mit dem Geschädigten unterhalten, die Physik setzte ein und der PKW rollte rückwärts die abschüssige Straße hinunter. Der Mann rannte hinter das Auto und stemmte sich gegen das Heck, seine Muskeltat wurde dadurch erschwert, dass er nur Sandalen trug. Das Auto rollte über den Mann und schleifte ihn zwanzig Meter mit, wobei er schwer verletzt und schließlich reanimiert werden musste.

 

Hartes Urteil

 

Nach der Genesung legte der Mann gegen den KFZ-Versicherer seiner Lebensgefährtin Klage ein. Er forderte Schmerzensgeld wie auch Schadensersatz sowie die Bedingung, dass eine Haftung für sämtliche zukünftigen materielle und immaterielle Schäden bestehe.

Das Landgericht Köln hatte dem Klagenden nur teilweise Recht gegeben und eine Haftung der Versicherung in Höhe von 30 Prozent festgestellt, die übrige Klage wurde abgewiesen. Beide Seiten waren damit unzufrieden und legten Berufung ein. Vergebens, das OLG bestätigte das Urteil.

 

Den sandalentragenden Mann treffe ein hohes Mitverschulden, es hebe allerdings die Haftung des Versicherers nicht komplett nicht auf.  

6. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln Q (Az.: 6 U 234/18).

Kfz-Haftpflicht · Kfz-Schadenregulierung · Urteil
Auch interessant
Zurück
31.01.2019VWheute
Insurlab-Germany-Chef Pitzler: "Es geht nicht um Kosmetik, es gibt nach­hal­tige Verän­de­rungen in den Unter­nehmen" Die Brancheninitiativen machen …
Insurlab-Germany-Chef Pitzler: "Es geht nicht um Kosmetik, es gibt nach­hal­tige Verän­de­rungen in den Unter­nehmen"
Die Brancheninitiativen machen nur Sinn, wenn sie von möglichst vielen Marktteilnehmer getragen und aktiv unterstützt werden. Das 2017 ins Leben gerufene Insurlab…
23.10.2018VWheute
Alte Botschaften neu verpackt? Rück­ver­si­cherer stemmen sich gegen den Preis­druck Die Stimmung konzentriert, leichte Anspannung spürbar, die Blicke…
Alte Botschaften neu verpackt? Rück­ver­si­cherer stemmen sich gegen den Preis­druck
Die Stimmung konzentriert, leichte Anspannung spürbar, die Blicke der Manager mit vollem Fokus auf das Geschäft. Keine Ablenkung erlaubt in der Casino-Stadt Baden-Baden, wenn es um Preise, …
01.08.2018VWheute
"Wir können Abläufe verein­fa­chen oder gar strei­chen, ohne das Geschäft zu beein­träch­tigen" Joachim Wenning war es von Anfang wichtig, den Fokus …
"Wir können Abläufe verein­fa­chen oder gar strei­chen, ohne das Geschäft zu beein­träch­tigen"
Joachim Wenning war es von Anfang wichtig, den Fokus auf das Geschäft zu erhöhen und den Gewinnrückgang der Vorjahre zu stoppen. Nach Meinung des Munich-Re-Vorstandsvorsitzenden sei …
27.01.2017VWheute
Warum eine Bank den Versi­cherer Gene­rali kaufen will Es soll in der Familie bleiben. Italiens zweitgrößte Bank Intesa Sanpaolo bestätigt ihr …
Warum eine Bank den Versi­cherer Gene­rali kaufen will
Es soll in der Familie bleiben. Italiens zweitgrößte Bank Intesa Sanpaolo bestätigt ihr Interesse an Generali. Das soll verhindern, dass Generali an ausländische Käufer wie Axa oder Allianz geht. Für Intesa ist das …
Weiter