Quelle: Hannover Rück
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Hannover Rück mit starkem Gewinn dank Generali-Deal

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Hannover Rück ist an Viridium beteiligt und profitierte daher von der Abwicklung des Lebensversicherers Generali Leben. Es wurden stille Reserven aufgelöst, die bei dem Rückversicherer zu einem Sondergewinn führten. Der neue Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz sieht die Hannover Rück aber auch ohne den knapp 100 Millionen Euro schweren Sondereffekt auf Kurs, in diesem Jahr einen Überschuss von rund 1,1 Milliarden Euro zu erzielen. 

Unter dem Strich stand ein Überschuss von rund 369 Mio. Euro und damit 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, während das operative Ergebnis (EBIT) um 4 Prozent auf 492,1 Mio. Euro zulegte. Großschäden belasteten Hannover Rück in den ersten sechs Monaten stärker als im Vorjahr. Mit 140,5 Mio. Euro blieben sie allerdings deutlich unter dem Erwartungswert von 370 Mio.. Größter Einzelschaden war die Explosion einer Raffinerie in Philadelphia im Juni, was mit voraussichtlich 45,7 Mio. Euro zu Buche schlug, gefolgt von den Überschwemmungen im australischen Queensland Ende Januar mit 25,9 Mio. Euro. Nachreservierungen etwa für den Taifun Jebi belasteten das zweite Quartal ebenfalls. Die Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich im zweiten Quartal auf 97,7 von 95,6 Prozent im Vorjahr. 

 

Die Hannover Rück konnte ihr Portefeuille in der Schaden-Rückversicherung laut eigenen Angaben "im bisherigen Jahresverlauf deutlich ausweiten." Dabei herrschte laut dem Unternehmen "ein weiter intensiver Wettbewerb, weil in vielen Märkten und Sparten unverändert Überkapazitäten zu verzeichnen waren. Die Konditionen zeigten sich jedoch insgesamt stabil bis leicht verbessert." Das versicherungstechnische Ergebnis für die gesamte Schaden-Rückversicherung inklusive Depotzinsen belief sich auf 195,9 Mio. Euro (220,9 Mio.Euro). Die gebuchte Bruttoprämie für den Hannover Rück-Konzern stieg um 17,1 % auf 11,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,0 Mrd. Euro). Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 14,5 % betragen. Die verdiente Nettoprämie verzeichnete einen Anstieg um 12,1 % (währungskursbereinigt +10,0 %) auf 9,4 Mrd. Euro (8,3 Mrd. Euro). 

 

Die gebuchte Bruttoprämie der Personen-Rückversicherung erhöhte sich um 9,3 % auf 3,8 Mrd. Euro (3,5 Mrd. Euro). Währungskursadjustiert hätte dies einem Zuwachs von 7,4 % entsprochen. Die verdiente Nettoprämie stieg um 7,0 % (währungskursbereinigt um 5,2 %) auf 3,4 Mrd. Euro(3,2 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) der Personen-Rückversicherung verbesserte sich um 30,3 % auf 286,0 Mio. Euro (219,4 Mio. Euro). Der Beitrag zum Konzernergebnis wuchs auf 257,7 Mio. Euro (146,8 Mio. Euro). „Die Gewinnsteigerung der Personen-Rückversicherung ist zu einem großen Teil auf den Einmaleffekt aus unserer Beteiligung an der Viridium Gruppe zurückzuführen“, betonte Henchoz. „Darüber hinaus wirkt sich die mit außerordentlichen Belastungen verbundene Beendigung verlustträchtiger Verträge im US-Mortalitätsgeschäft im Vorjahr weiter positiv auf das Ergebnis aus.“

 

Henchoz sprach von einer möglichen Sonderdividende. Damit waren die Investoren aber nicht zufrieden, die Aktien standen am Donnerstag Morgen leicht im Minus. "In den Vertragserneuerungen zum 1. Juni und 1. Juli in der Schaden-Rückversicherung konnten wir längst überfällige Preissteigerungen erzielen", sagte der Vorstandsvorsitzende Jean-Jacques Henchoz. "Angesichts der bisherigen Geschäftsentwicklung sind wir auf einem guten Weg, 2019 einen Konzernnettogewinn nach Steuern in der Größenordnung von 1,1 Milliarden Euro zu erzielen."

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