Hacker greifen die Apo-Bank über Wochen an
Hacker greifen die Apo-Bank über Wochen anQuelle: Bild von Markus Spiske auf Pixabay 
Politik & Regulierung

Hacker stehlen Kundendaten bei Apo-Bank

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es geht immer weiter: Cyberkriminelle haben die Apotheker- und Ärztebank (Apo) angegriffen und Kundendaten erschwindelt. Die Bank reagierte drastisch und verärgert damit Kunden.

Hacker können schnell angreifen und sich dann verstecken oder über Monate unbemerkt im System herumschleichen. Eine dritte Variante sind Angriffe über einen langen Zeitraum. Bei der Apobank haben sich die Kriminellen für die dritte Variante entschieden. Seit mehr als drei Wochen ist die Bank einem massiven Phishing-Angriff ausgesetzt. Kriminelle versuchten mithilfe einer gefälschten Internetseite, an die Zugangsdaten von Kunden zu gelangen, was auch teilweise gelang, meldet das Handelsblatt. Interessanterweise informiert das Unternehmen seine Kunden auf der eigenen Webseite nicht über die Angriffe hin.

 

Limits als Schutz

 

Reagiert hat das Unternehmen dennoch. "Wir haben vorsorgliche Limits zum Schutz unserer Kunden eingeführt", erklärte eine Sprecherin. Kunden mit SMS-Tan-Verfahren, können "seit rund zwei Wochen keine Onlineüberweisungen mehr in Auftrag geben, die über einen festgelegten Betrag hinausgehen". Die Betroffenen müssen sich an das Callcenter wenden. Das werden einige sein, denn von den 450.000 Kunden nutzt die Mehrheit das SMS-Verfahren. Im Callcenter kam es als Folge zu langen Wartezeiten. Die Informationspolitik scheint nicht die beste gewesen zu sein. Die Beschränkung des Überweisungslimits wurde offenbar nicht kommuniziert, Kunden sind verärgert.

 

Die Apo-Bank befindet sich in guter Gesellschaft, kürzlich hatten Hacker bei der amerikanischen Bank Capital One Millionen Datensätze geraubt. Das Institut beruhigte seine Kunden damit, dass es "unwahrscheinlich" sei, dass die Hackerin die erbeuteten Daten "weiterverbreitet oder betrügerisch eingesetzt" habe. Blöd nur, dass die Daten auf anderen Plattformen auftauchten.

Hackerangriffe · Cyber-Versicherungen · Cyberdeckung
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