Allianz-Chef Oliver Bäte hat dank guter Zahlen derzeit gut Lachen.
Allianz-Chef Oliver Bäte hat dank guter Zahlen derzeit gut Lachen.Quelle: Allianz
Unternehmen & Management

Allianz übertrifft dank Lebensversicherung alle Erwartungen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Allianz hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 einen satten Gewinn eingefahren. Mit einem Gewinn von 6,1 Mrd. Euro hat der Versicherungskonzern bereits mehr als die Hälfte seines angestrebten Jahresgewinns von zwölf Mrd. erreicht. Der Umsatz stieg um 7,7 Prozent auf 73,5 Mrd. Euro (VJ: 68,2 Mrd.). Damit übertrafen die Münchener wohl auch die kühnsten Erwartungen der Analysten. Während im Asset Management mit den Fondsgesellschaften Pimco und Allianz Global Investors wieder alles rund läuft, floriert vor allem das Lebensversicherungsgeschäft in den USA und Deutschland.

So stieg das Neugeschäft in der Lebensparte im ersten Halbjahr um 8,5 Prozent auf 2,327 Mrd. Euro (VJ: 2,144 Mrd.). Maßgeblich hierfür waren vor allem höhere Umsätze im deutschen und US-amerikanischen Lebensversicherungsgeschäft, heißt es bei der Allianz. "Unser Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung hat sich im Niedrigzinsumfeld weiterhin sehr gut behauptet, wie unsere dynamische Umsatzentwicklung zeigt. Wir sind geografisch und in unseren bevorzugten Geschäftsbereichen weiterhin gewachsen. Die gesunden Neugeschäftsmargen unterstützen unsere zukünftige operative Profitabilität", kommentiert Finanzvorstand Giulio Terzario die Zahlen.

 

In weitgehend ruhigen Fahrwassern bewegt sich derzeit die Investmentsparte rund um Allianz Global Investors und die US-Tochter Pimco. So verwalteten die beiden Asset Manager der Allianz zum 30. Juni insgesamt 2,16 Billionen Euro, so viel wie noch nie. Davon stammen 1,59 Mrd. Euro von externen Kunden, elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Diese Rekordsumme allerdings zu attraktiven Renditen anzulegen, dürfte momentan sicherlich zu den größten Herausforderungen für die Allianz zählen. "Mit dem für Dritte verwalteten Vermögen auf einem neuen Rekordniveau von 1,591 Mrd. Euro sind wir auf einem guten Weg, unser Jahresziel für das operative Ergebnis zu erreichen", konstatierte Terzario lapidar.

 

Für einen Wermutstropfen sorgte indes die Sach- und Unfallversicherung. In der traditionell stärksten Sparte der Allianz ging das operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um fünf Prozent auf 1,4 Mrd. Euro zurück. Die Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum marginal um 0,2 Prozentpunkte auf 94,3 Prozent. Dabei hätten niedrigere Kosten die höheren Ausgaben für Naturkatastrophen größtenteils wettgemacht, betont Finanzvorstand Terzario.

 

"Unsere Halbjahresergebnisse zeigen, dass die Allianz auf einem guten Weg ist, ihre Jahresziele zu erreichen", ergänzte Vorstandschef Oliver Bäte. "Nachhaltige Leistung ist das Ergebnis unserer konsequenten Strategieumsetzung, die unseren Kunden die gewünschten Lösungen bietet", so der Allianz-Chef.

Allianz · Oliver Bäte
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