Werden Versicherungen künftig unnötig?
Werden Versicherungen künftig unnötig?Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 
Märkte & Vertrieb

"The Weather Company" bedroht das Geschäftsmodell der Versicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Machen die Wetterfrösche die Versicherungen bald überflüssig? In seiner aktuellen Ausgabe berichtet die britische Zeitung Economist über "The Weather Company" (TWC), welches Unternehmen mit kurzfristigen Wetteranalysen versorgt, darunter auch Rückversicherer. Sollte sich dieses Geschäftsmodell durchsetzen, könnte die Schadenbelastung durch Unwetter drastisch reduziert werden - oder gar manch Versicherungsschutz ganz unnötig machen.

So berechnet TWC aktuell die kurzfristigen Prognosen für viele wichtige Städte rund um den Globus. Je nach Prognose entscheiden sich beispielsweise Lunch-Lieferdienste für Schwerpunkte bei Salaten (bei schönem Wetter) oder Pasta (wenn es regnet). Chinesische Energieunternehmen richten ihre Wind-Turbinen aus oder stellen diese zugunsten der Solarstromproduktion auf Wartestellung.

 

Nach eigenen Angaben bietet TWC, die vor drei Jahren von IBM übernommen wurde, derzeit 172 Wettermodelle, die dann direkt in die Systeme der Kunden eingespeist werden. Die wichtigsten Kunden kommen aus allen Branchen, inklusive staatliche Stellen, Fluggesellschaften und lokal arbeitende Wetterdienste. Verwunderlich ist hingegen, dass Versicherer diesen Dienst bislang aber kaum nutzen. 

 

Lediglich einige Rückversicherer sowie manch asiatische Anbieter sind mittlerweile in der Lage, die gewonnenen Daten entsprechend zu nutzen. Dies schaffe wiederum Raum für neue Anbieter aus einer Kombination von Insurtech, Big Tech und Finanzkraft (ILS-Investoren). Man darf auf die Zukunft gespannt sein.

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