Unwetter in Österreich
Unwetter in ÖsterreichQuelle: dpa / Picture-Alliance
Politik & Regulierung

Millionenschaden nach Unwetter in Österreich und Italien

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Schwere Unwetter haben am Wochenende in Österreich und Italien Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Mindestens drei Menschen sind ums Leben gekommen. Besonders stark betroffen ist auch die Landwirtschaft.

Medienberichten zufolge haben Gewitter, Hagelschauer und ein Mini-Tornado mehrere Regionen Italiens und der Alpenrepublik verwüstet. In der Nacht zum Sonntag ist eine 26-jährige Frau nahe dem Flughafen Rom ums Leben gekommen, als ein Mini-Tornado ihr Fahrzeug erfasste und gegen ein Geländer geschleudert hatte. In den Dolomiten wurde eine 44-jährige Norwegerin von einem Blitz getroffen und erlag wenig später in einem Krankenhaus ihren inneren Verletzungen. Südlich von Florenz kam zudem ein 70-jähriger Autofahrer von einer überfluteten Straße ab.

 

Besonders stark von den Unwettern betroffen ist dabei die Landwirtschaft. Nach Angaben des italienischen Landwirtschaftsverbandes Coldiretti richteten Hagelstürme innerhalb von 24 Stunden einen Schaden in Millionenhöhe an. Besonders betroffen seien dabei die Provinz Arezzo in der Toskana. Durch die Unwetter seien ganze Felder mit Tabak, Sonnenblumen und Mais sowie ganze Gewächshäuser zerstört worden. Im Süden Österreichs verzeichnete die Österreichische Hagelversicherung einen Schaden von rund drei Mio. Euro. Demnach hätten tennisballgroße Hagelkörner in der Steiermark, dem Burgenland und in Kärnten rund 12.000 Hektar Land mit Getreide, Gemüse und Wein zerstört. Zudem seien Glas- und Folienhäuser beschädigt worden.

 

Auch den deutschen Landwirten machten die Unwettter im Juli bereits zu schaffen. Nach Angaben der Vereinigten Hagel richteten ergiebige Hagelschauer am 12. Juli vor allem in Rheinland-Pfalz Schäden in Höhe von fünf bis sechs Mio. Euro an. Dabei seien auch einige Totalschäden zu verzeichnen gewesen. Am 20. Juli hatte eine Unwetterfront im Rheinland sowie in Hessen, Thüringen und Niedersachsen druschreife Getreide- und Rapsbestände geschädigt. Auch verschiedene Gemüsekulturen sowie Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben sind nach Angaben des Landwirtschaftsversicherers stark betroffen. Die Vereinigte Hagel geht dabei von einem Schaden in Höhe von rund 15 Mio. Euro aus.

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