Kfz als Wachstumstreiber für Sachversicherer
Kfz als Wachstumstreiber für SachversichererQuelle: Bild von pixel2013 auf Pixabay 
Märkte & Vertrieb

Assekurata: Sachversicherer trotzen den Naturgewalten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die deutschen Sachversicherer haben im Jahr 2018 trotz höherer Schadenbelastung durch Unwetter erneut einen versicherungstechnischen Gewinn von 2,6 Mrd. Euro eingefahren. Allerdings fiel dieser im Vergleich zum Vorjahr (4,6 Mrd. Euro) deutlich niedriger aus. Auch bei den Prämieneinnahmen legten diese um 3,3 Prozent auf 70,6 Mrd. Euro (VJ: 68,2 Mrd.) zu. Dies geht aus einer aktuellen Marktstudie von Assekurata hervor.

"Damit wuchsen die Schaden-/Unfallversicherer gemessen an den Beiträgen stärker als die Personenversicherer, was die zunehmende Bedeutung der Sparte unterstreicht. Allerdings haben die wirksame Rückversicherungsgestaltung und die hohen Sicherheitsmittel das Ergebnis stabilisiert", konstatiert Dennis Wittkamp, Fachkoordinator Schaden-/Unfallversicherung bei Assekurata. Demnach haben die höheren Beitragseinnahmen laut Ratingagentur nur moderat auf die Beitragseinnahmen ausgewirkt. So stieg die Combined Ration von 93,2 Prozent im Jahr 2017 auf rund 96 Prozent.

 

Zudem haben sich laut Analyse alle Zweige der Sachversicherung - mit Ausnahme der Wohngebäude- und Unfallversicherung - als "vitale Ertragsträger" herausgestellt. Vor allem die Haftpflicht- und die Hausratversicherung hätten sich solide Erfolgslieferanten erwiesen. Die Unfallsparte hat sich laut Assekurata bei einer Combined Ratio von unter 100 Prozent ebenfalls als"gesättigter Ertragsträger" erwiesen. Allerdings konnten die Versicherer in dieser Sparte in der Summe keine Vertragszuwächse generieren können.

 

In der Kfz-Sparte dürfte laut Assekurata hingegen vor allem die Telematik für zusätzliche Bewegung sorgen. So habe sich das Absatzpotenzial allein dadurch erhöht, dass die Huk-Coburg und die Allianz die ursprünglich zielgruppenspezifischen Angebote nun für alle Fahrer geöffnet haben. "Zwar werden die meisten Telematiktarife in Relation zur Gesamtzuahl der versicherten Risiken vorerst ein Nischenangebot bleiben, die hohe Beliebtheit gerade bei jungen Kunden oder vermeintlich vorsichtigen Fahrern dürfte das Thema jedoch sukzessive die Bestände wachsen lassen. Zudem wird die Aussicht auf mögliche Rabatte auch die Nachfrage bei den generell preissensiblen Kfz-Kunden in allen Alltersgruppen sorgen. Bis 2028 rechnen wir daher mit einem deutlichen Anwachsen der Telematik-Verträge von derzeit rund 200.000 auf über zwei Millionen", prognostiziert Wikttkanmp.

Assekurata · Sachversicherer
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