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Märkte & Vertrieb

Insurtechs sammeln noch mehr Kapital ein

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In Deutschland werden aktuell zwar weniger neue Insurtechs gegründet. Dennoch haben die Versicherungs-Startups in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres bereits fast soviel Kapital eingesammelt wie im Gesamtjahr 2018. Laut Accenture Insurtech Watchtower erhielten die Gründer bereits rund 270 Mio. US-Dollar von ihren Investoren. Zum Vergleich: Im ganzen letzten Jahr waren es 153 Mio. US-Dollar.

Dabei seien die Insurtechs vor allem in der Sachversicherung unterwegs sowie an einer Kooperation mit Erst- und Rückversicherern interessiert. "Diese etablierten Marktteilnehmer sind an einer solchen Zusammenarbeit sehr interessiert. Das zeigt sich nicht zuletzt auch an weiteren Kapitalzugaben, zum Beispiel der Baloise an ihren Digitalversicherer Friday", wird Christian Richter, Insurtech-Experte bei der Unternehmensberatung Accenture, in der Börsen-Zeitung interessiert. 

 

So habe Friday im März dieses Jahres 114 Mio. Euro (etwa 127 Mio. Dollar) erhalten - neben der Baioise (75 Mio. Euro) von Seven Ventures und German Media Pool (39 Mio. Euro als Media-for-Equity-Investment). Weitere bekannte Fintech-Transaktionen waren in diesem Jahr Getsafe (15 Mio. Euro u.a. vom Venture-Capital-Geber Earlybird und von Commerz Ventures) sowie Seed-Investments in unbekannter Höhe für den Schadenmanager Motionscloud und den Exportkredit-Vermittler Handex.

 

Im Kern gehe es bei den Investitionen der Versicherer vor allem darum, die eigenen Prozesskosten zu reduzieren - allen voran über die Konsortien B3i mit 17 Versicherern, darunter Munich Re, SwissRe, Hannover Re, Allianz und Axa sowie in den USA Risk Stream Collaborative mit mehr als 50 Risikomanagern und Versicherern wie Chubb, Marsh, Munich Reinsurance America, und Travelers. "In diesem Jahr sollen bei diesen Konsortien erste kleinere Nutzanwendungen demonstrieren, dass die Zusammenarbeit im Back Office und bei Rückversicherungsprozessen funktionieren kann. Bisher haben sich die beiden Initiativen nahezu ausschließlich über ihre Teilnehmer finanziert. Ob für die größeren Investitionen dann Geldgeber von außen zum Beispiel in Form von Private Equity angenommen werden, ist bisher offen", erläutert Richter.

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