Konzernsitz des Rückversicherers
Konzernsitz des RückversicherersQuelle: Munich Re
Unternehmen & Management

Höpke: "Früher hatten wir Statistiker und Mathematiker, jetzt brauchen wir Data Scientists und Data Engineers"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Personelle Umstrukturierungen in den Versicherungskonzernen sind grundsätzlich nichts ungewöhnliches. Umso medienwirksamer sind die Pläne jedoch, wenn diese öffentlich kundgetan und erläutert werden - wie beim aktuellen Beispiel Munich Re. Der Rückversicherer setzt bei seiner Belegschaft auf neue Jobprofile und will gleichzeitig internationaler werden.

"Wir sind noch immer sehr München-lastig", bringt es Personalvorständin Doris Höpke gegenüber dem Handelsblatt auf den Punkt. Dies soll sich allerdings nun ändern. Geht es nach dem Willen der Vorstandsetage, soll der Rückversicherer künftig mit mehr Personal vor Ort vertreten sein. Besonders im Blickfeld hat der Konzern dabei sowohl das asiatische Geschäft - und insbesondere Indien - sowie Lateinamerika. So kamen laut Bericht in der jüngsten Erneuerungsrunde bereits ein Drittel des Neugeschäfts aus Indien und Japan. "Um in Indien erfolgreich zu sein, ist es gut, Experten vor Ort zu haben", so Höpke.

 

Einen weiteren Fokus legt der Rückversicherer auf Lateinamerika, wo die Munich Re bereits seit längerem mit Repräsentanzen in Brasilien, Kolumbien und Mexiko aktiv präsent ist. "Dort sind wichtige Märkte für Naturkatastrophen, aber auch für neue Konzepte", konstatiert Höpke. Diese sollen weiter ausgebaut werden. "Wir wachsen dort personell und auch in neue Profile hinein", ergänzt die Managerin.

 

Dafür will die Munich Re künftig auch stärker in neue Jobprofile investieren, um gegen die Herausforderungen durch den Klimawandel oder neue Gefahren wie Cyberkriminalität und Pandemien gewappnet zu sein. "Sich vorzustellen, was noch nie passiert ist, ist ein Kern unseres Risikodenkens. [...] In der Vergangenheit hatten wir Statistiker und Mathematiker, die unsere Modelle gebaut haben. Jetzt brauchen wir Data Scientists und Data Engineers", betont die Personalchefin. So hat der Rückversicherer allein dafür in den letzten anderthalb Jahren rund 400 Stellen in den Bereichen Data und IT besetzt, Hunderte weitere sollen folgen.

 

Ein Strukturprogramm oder eine Entlassungswelle sei jedoch nicht geplant: "Die Nähe zum Geschäft ist gerade für den Bereich Human Ressources besonders wichtig", betont Höpke.

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