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BlitzeQuelle: Bild von Bogdan Radu auf Pixabay 
Politik & Regulierung

Siemens verzeichnet 2018 mehr Blitzeinschäge

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Blitz-Informationsdienst von Siemens hat im vergangenen Jahr rund 446.000 Blitzeinschläge in Deutschland registriert. Dies sind rund 3.000 mehr als 2017. Die meisten Einschläge gab es in der fränkischen Stadt Schweinfurt mit 5,0 Blitzen pro Quadratkilometer. Blitzreichstes Bundesland 2018 ist das Saarland. Dabei führt Saarbrücken führt die Rangliste der Landeshauptstädte an.
An zweiter und dritter Stelle im Vergleich der deutschen Städte und Kreise folgen der Landkreis Rheinisch-Bergischer Kreis in Nordrhein-Westfalen mit 4,0 Erdblitzen pro Quadratkilometer und der oberbayerische Landkreis Weilheim-Schongau mit 3,7. Die geringste Blitzdichte verzeichneten laut Siemens Blitzatlas die Städte Kiel, Potsdam, Schwerin und der Landkreis Lüchow-Dannenberg mit jeweils 0,2. Saarbrücken führt mit 3,0 Blitzen pro Quadratkilometer die Liste der Landes-Hauptstädte an. Spitzenreiter im Ranking der Bundesländer ist demnach das Saarland 2,4 Blitzen pro Quadratkilometer. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Dichte von 0,4 Blitzen pro Quadratkilometern.
Wo gab es die meisten Blitze in den Bundesländern?
Wo gab es die meisten Blitze in den Bundesländern?Quelle: Siemens
Die Haupt-Gewittertätigkeit lag 2018 in den Monaten Mai und Juni. Der blitzreichste Tag war der 1. Juni 2018 mit gemessenen 34.785 Einschlägen. Dabei waren insbesondere die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, gefolgt von Brandenburg, betroffen. Die meisten gemessenen Erdblitze in einem Bundesland - über 11.000 - verzeichnete BLIDS am 31. Mai in Bayern. Zudem lag der Durchschnittswert für Deutschland im Jahre 2018 bei 1,3 registrierten Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer. Damit liegt es im Vergleich der Nachbarländer im Mittelfeld. Die gemessenen Blitzdichten in ganz Europa reichen von 0,04 (Irland) bis 7,7 in Kroatien. Damit bleibt nach Slowenien im vergangenen Jahr Südosteuropa weiterhin die blitzreichste Gegend des Kontinents. 
Blitzeinschläge in Deutschland in den vergangenen elf Jahren
Blitzeinschläge in Deutschland in den vergangenen elf JahrenQuelle: Siemens

"Auch im Jahr 2018 verzeichneten wir relativ wenige Gewitter. Der Jahrhundertsommer letztes Jahr war zu warm, die Wetterlagen waren sehr stabil und die Gewitterfronten fielen nicht so ausgeprägt aus. Mit Schweinfurt haben wir einen Spitzenreiter, der bereits vor vier Jahren ganz vorne lag. Bei der relativ geringen Stadtfläche reichen einige wenige Gewitter, um letztlich eine hohe Blitzdichte auszuweisen. Bei den nachfolgenden Landkreisen Rheinisch-Bergischer Kreis und Weilheim-Schongau spielt eher die Nähe zu Höhen- und Gebirgslagen eine Rolle", erläutert Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens.

 

Im Hitzejahr 2018 haben Blitzeinschläge für so hohe Schäden gesorgt wie zuletzt vor 15 Jahren. Die deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer leisteten im vergangenen Jahr 280 Mio. Euro für Blitz- und Überspannungsschäden. Damit erhielten Versicherte 40 Mio. Euro mehr als ein Jahr zuvor. Zuletzt hatten die Schäden den Wert von 280 Mio. Euro im Jahr 2004 erreicht, meldet der GDV. Die Anzahl der Blitzschäden ist trotz der hohen Schadenzahl seit Jahren rückläufig: Mit 290.000 Fällen gingen rund 10.000 Meldungen weniger bei den Versicherern ein als im Vorjahr, allerdings wird der einzelne Blitzeinschlag immer teurer.

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