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Unternehmen & Management

FM Global: Ein Drittel aller Großschäden entfallen auf Anlagenausfälle

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Den Versicherern machen mittlerweile nicht mehr nur die Feuerschäden zu schaffen. Laut einer aktuellen Analyse von FM Global entfallen mittlerweile ein Drittel aller Schäden auf sogenannte Anlagenausfälle. So wurden allein 2018 von den 232 Großschäden, die im letzten Jahr bei FM Global versichert waren, allein 65 durch Anlagenausfälle ausgelöst. Diese verursachten 28 Prozent der in Dollar bezifferten Gesamtschäden.

Demnach seien 62 Prozent der Schäden durch Anlagenausfälle waren auf eine unzureichende Instandhaltung zurückzuführen, was letztlich drei Viertel der geleisteten Schadenzahlungen ausmachte. 25 Prozent der Schäden durch Anlagenausfälle traten nach Reparaturen oder während der Inbetriebnahme auf. Bei fast der Hälfte aller Schäden durch Anlagenausfälle spielten Auswirkungen durch menschliche Faktoren eine wichtige Rolle, konstatiert der Industrieversicherer weiter. Dabei sei der Schulungsstand von Bedienern bei 43 Prozent der Anlagenschäden relevant gewesen. Eine Konsequenz daraus sieht FM Global darin, dass verbesserte Schulungs- und Wissenstransferprozesse benötigt werden, da mit demographischen Veränderungen erhebliche Personalfluktuationen in der Branche einhergehen.

 

"Viele dieser Schäden durch Anlagenausfälle im vergangenen Jahr hätten verhindert werden können. Allerdings nehmen viele Unternehmen angesichts einer florierenden Wirtschaft ihre Anlagen nicht für präventive Instandhaltungsmaßnahmen außer Betrieb. Vielmehr gehen sie in vielen Fällen ein Risiko ein, das sie teuer zu stehen kommen kann, statt auf konservativere Strategien zu setzen. Leider funktioniert dies nur so lange, bis Probleme auftreten, die zu teuren Reparaturen, Umsatzeinbußen und potenziell zum Verlust von Marktanteilen führen können, wenn die Unternehmen ihre Aufträge durch einen Anlagenausfall nicht mehr erfüllen können", kommentiert Brion Callori, Senior Vice President of Engineering and Research bei FM Global.

 

"In den letzten fünf Jahren stieg die Anzahl der von Anlagenausfällen verursachten Schäden, besonders in der Zellstoff- und Papier-, der Chemie-, der Stromversorgungs- und der Bergbaubranche. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass unsere Analysetools auf Grundlage tausender Standortbegehungen durch unsere Schadenverhütungsingenieure über viele Jahre hinweg die Möglichkeit von Großschäden weiterhin korrekt einschätzen können. Aus unseren Daten geht auch hervor, dass diese Großschäden nach einer gewissen Anzahl durchlaufener Standortbegehungen zur technischen Schadenverhütung und der längeren Zusammenarbeit mit den Kunden abnehmen. Wenn Unternehmen jedoch keine Maßnahmen ergreifen, um Anlagenausfällen vorzubeugen, gefährden sie die Resilienz ihres Geschäftsbetriebs", ergänzt der Experte.

FM Global
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