Klimawandel
KlimawandelQuelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 
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Zielke: Private Krankenversicherer müssen sich auf Folgen des Klimawandels einstellen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die privaten Krankenversicherer müssen nun auch die Folgen des Klimawandels auf den Krankenstand und die Lebenserwartung bewerten. So würden Hitzewellen erfahrungsgemäß zu deutlich höheren Schadenverläufen führen, womit auch die aktuellen Sterbetafeln der Versicherer hinterfragt werden müssten, konstatiert Carsten Zielke in einer aktuellen Analyse seines Unternehmens Zielke Research Consult.

Dennoch erfreue sich die private Krankenversicherung trotz stagnierender Prämieneinnahmen guter technischer Ergebnisse, heißt es in der Studie weiter. Dabei garantiere die Fähigkeit zur Prämienanpassung der PKV eine finanzielle Stabilität, ohne dass der Kunde wirklich eine Wahl zum Wechsel habe. Sorgen bereiten den Analysten indes der Umstand, dass die laufenden Kapitalerträge auf 3,58 Prozent der Deckungsrückstellungen gesunken seien. Lediglich elf von 44 Gesellschaften würden demnach eine laufende Verzinsung gepaart mit einer geringen erfolgsunabhängigen Beitragsrückerstattung aufweisen. Bei diesen dürften nach den Berechnungen des Consulting-Unternehmens mit Beitragserhöhungen zu rechnen sein.

 

Den Lebensversicherern dürfte die neue Korridormethode zur Berechnung der Zinszusatzreserve (ZZR) hingegen nur eine kurze Verschnaufpause geben, heißt es in der Analyse weiter. So würden die laufenden Erträge die laufenden Verpflichtungen bei weiterhin niedrigen Zinsen spätestens 2023 nicht mehr decken können - trotz der Korridormethode. Vielmehr würde diese im Falle eines Zinsanstieges die Anhebung des Referenzzinses verhindern, womit die ZZR auch weiterhin bedient werden müsste.

In der Sachversicherung falle indes auf, dass die deutschen Sachversicherer sehr vorsichtig reservieren würden. Insbesondere die Luft- und Raumfahrt sowie die Unfallsparte würden demnach am vorsichtigsten reservieren. Besonders aggressiv würden hingegen die Krankenversicherer und die Kfz-Kaskoversicherer agieren.

Klimawandel · Carsten Zielke · PKV · Sachversicherung · Lebensversicherungen
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