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Mehr Mut als Vernunft? Fast die Hälfte aller Jugendlichen will sich E-Scooter zulegen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
An den neuen E-Scootern scheiden sich derzeit die Geister. Die einen sehen in den Gefährten ein innovatives Fortbewegungsmittel, die anderen ein potenzielles Unfallrisiko - und manch anderer Zeitgenosse findet die Geräte schlichtweg hässlich. Und doch: Immerhin 40 Prozent der 18 bis 29-Jährigen wollen in den nächsten zwölf Monaten einen E-Scooter nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Gothaer.

Konkret planen laut Umfrage nur 13 Prozent der Befragten, einen E-Scooter auszuleihen und vier Prozent inen Kauf. Weitere vier Prozent können sich Kauf und Ausleihe vorstellen.  Jüngere Befragte sind jedoch deutlich häufiger als ältere Befragte an dem neuen Gefährt interessiert. Allerdings sehr zum Leidwesen der Versicherungsexperten: "Die Gefahr geht gerade von diesen jungen Menschen aus, die die hohe Geschwindigkeit in Relation zu der von Fußgängern und Radfahrern falsch einschätzen. So werden gerade die ersten Fahrten mit dem E-Scooter und seinen neuen Fahreigenschaften zum Abenteuer und zur Gefahr für alle Teilnehmer im Straßenverkehr", konstatiert Frank Edelmeier, Leiter Kraftfahrt Privat- und Unternehmerkunden bei der Gothaer Allgemeine Versicherung AG.

 

Laut Umfrage sehen jedenfalls 40 Prozent der Befragten das größte Sicherheitsrisiko durch E-Scooter bei den Fußgängern. Dass die Nutzer von E-Scootern selbst am stärksten gefährdet sind, glauben 32 Prozent der Befragten. Jeweils eine Minderheit sieht das größte Risiko bei Radfahrern (13 Prozent) bzw. Autofahrern (zwölf Prozent). Allerdings schätzen ältere Befragte (60 Jahre und älter) das Risiko für Fußgänger mit 45 Prozent deutlich höher ein als jüngere Befragte (18 bis 29-jährige: 31 Prozent). Von den Befragten, die sich vorstellen können, einen E-Scooter zu kaufen oder auszuleihen, würden diesen für kurze Strecken nutzen, anstelle zu Fuß zu gehen (55 Prozent). 52 Prozent würden ihn auf kürzeren Strecken als Ersatz für das Auto oder für das Fahrrad (51 Prozent) einsetzen. Nur etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) würde mit dem E-Scooter Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr ersetzen.

 

Rund zwei Drittel (68 Prozent) würden immerhin auch dann noch E-Scooter nutzen, wenn eine Helmpflicht eingeführt würde. Etwa ein Drittel (30 Prozent) würde die E-Scooter in  iesem Falle nicht mehr nutzen. Frauen würden bei einer Helmpflicht tendenziell häufiger weiter E-Scooter fahren als Männer (Männer 60 Prozent, Frauen 79 Prozent). "Ich kann nur jedem E-Scooter-Fahrer raten, einen Helm zu tragen. Das Risiko, bei einem Sturz oder Zusammenstoß schwere Kopfverletzungen zu erleiden, ist einfach zu groß", warnt Edelmeier.

Gothaer · E-Scooter
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