Frankfurt, Sitz von EIOPA
Frankfurt, Sitz von EIOPAQuelle: Bild von Philippsaal auf Pixabay 
Politik & Regulierung

Eiopa: Ein Europa, ein Versichertenschutz – muss Deutschland bei Protector nachbessern?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Versicherungsaufsicht EIOPA will eine Harmonisierung der Sicherungseinrichtungen der europäischen Versicherer. Zudem soll der Versichertenschutz angeglichen werden.

Gestern und heute ruft die Europäische Aufsichtsbehörde EIOPA in seine Frankfurter Zentrale, um unter anderem über Solvency II und eine einheitliche Aufsicht zu diskutieren – VWheute ist vor Ort. Vorab erklärt die Behörde in einem Positionspapier, dass sie für einen besseren Schutz der Verbraucher nationale Sicherheitseinrichtungen einziehen möchte.

 

Diese sollen in erster Linie die Verbraucher bei Insolvenz des Versicherers schützen, entweder durch einen finanziellen Ausgleich oder mittels eines Rechtes auf Fortsetzung des Vertrages. Eine Möglichkeit wäre laut dem Papier ein Verwalter, der die Fortführung des Vertragsverhältnisses sicherstellt. Offenbar ist angedacht, dass die Weiterführung der Verträge im Bereich Leben sowie für langfristige Vereinbarungen im Bereich Nicht-Leben Relevanz besitzt.

 

Die nationalen Sicherheitseinrichtungen sollen einspringen, wenn erhebliche Belastungen die Versicherten oder Begünstigten beträfen, aber auch, wenn die Sparte eine Relevanz im grenzüberschreitenden Europageschäft aufweist.

 

Ist Deutschland sicher?

 

Ob die bestehenden Absicherungsmechanismen in Deutschland, Protector und Medicator, die Forderungen von EIOPA bereits erfüllen, ist eine interessante und wesentliche Frage für die Zukunft.

 

Es ist nicht die einzige europäische Behörde, die sich für den Verbraucherschutz stark macht. Die Generalanwältin Juliane Kokott will die Rechte der Verbraucher im Bereich Lebensversicherung vor dem europäischen Gerichtshof stärken.

 

Die Verbraucher dürften bei fehlerhafter oder nicht erfolgter Belehrung ewig kündigen und dabei auch bei einer bereits erfolgten Auszahlung nicht schlechter gestellt werden als bei einer Rückabwicklung. Daran ändern auch spätere Erklärungen seitens des Versicherers oder eine Auszahlung  nichts – VWheute berichtete.

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