Carsten Brodesser
Carsten BrodesserQuelle: Lina Sommer, Gummersbach
Köpfe & Positionen

Provisionsdeckel: "Bei Restschuldversicherungen tragen wir das grundsätzlich mit"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Debatte um den geplanten Provisionsdeckel erhält neue Nahrung: "Meine Einschätzung ist, dass das Bundeswirtschaftsministerium den Entwurf aus grundlegenden Erwägungen ablehnt", glaubt CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Brodesser gegenüber der Süddeutschen Zeitung (SZ). Demnach sei der vorliegende Entwurf ein "bürokratisches Monster", das junge Makler benachteilige. Bei den Restschuldversicherungen trägt er diesen jedoch mit.

Sein Vorschlag: Die Lebensversicherer sollten gezahlten Provisionen der Finanzaufsicht Bafin melden müssen. "Wenn bestimmte Schwellenwerte überschritten werden, soll die Bafin angehalten sein, einzugreifen", glaubt der CDU-Politiker.  Allerdings würden genaue Vorgaben benötigt, von welcher Grenze an Provisionen überhöht sind. Für ihn sei dies dann der Fall, wenn der Marktdurchschnitt um mehr als 30 Prozent überschritten wird. Deutlich offener zeigt sich Brodesser indes bei einem Provisionsdeckel für Restschuldversicherungen. "Bei Restschuldversicherungen tragen wir das grundsätzlich mit". Allerdings soll dieser dann bei drei Prozent liegen.

 

Unterstützung erhält er bei dieser Forderung auch von Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Diese sei sinnvoll, "um die massiven Provisionsexzesse, die in diesem Bereich bekannt sind, zu unterbinden". Zudem sollte der Verkauf eines Kredites und einer Restschuldversicherung zeitlich zu entkoppeln, "um eine Überrumpelungssituation für Verbraucher auszuschließen". Außerdem seien "Konstellationen, in denen Rentnern Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit angeboten werden, (...) auszuschließen."

Provisionsdeckel · Restschuldversicherung
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