Hacker
HackerQuelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 
Politik & Regulierung

Deutsche Unternehmen sind ein lukratives Ziel für Hacker

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Deutsche Unternehmen scheinen ein lukratives Ziel für Hacker zu sein. So kommt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in ihrer aktuellen Studie "E-Crime in der deutschen Wirtschaft" zu dem Ergebnis, dass bereits 31 Prozent der Firmen in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Ransomware waren. 

Weitere 28 Prozent der befragten 1.001 Unternehmen verzeichneten zumindest entsprechende Versuche, Ransomware in die Systeme einzuschleusen. Dabei habe es vor allem bei großen Unternehmen einen deutlichen Anstieg der Angriffe gegeben. Zudem verzeichneten rund 50 Prozent der betroffenen Unternehmen entsprechende Schäden im Bereich von bis zu 10.000 Euro. Zwölf Prozent verzeichneten dabei einen Schaden von mehr als 50.000 Euro, zwei Prozent sogar von über 500.000 Euro. Immerhin schätzen 87 Prozent der befragten Manager schätzen die Gefahr, von Ransomware betroffen zu sein, als hoch oder sehr hoch ein. Nur zwei Prozent schätzen das Risiko als sehr niedrig ein.

 

Allerdings ist Ransomware nicht die einzige Bedrohung aus dem Netz. Demnach sind bereits 39 Prozent der befragten Unternehmen in den letzten zwei Jahren ein Opfer von Computerkriminalität geworden. Am häufigsten kam es dabei zu Systembeschädigungen oder Computersabotage (30 Prozent), Computerbetrug (29 Prozent) und Datendiebstahl (27 Prozent). Genaue Zahlen zur Schadenschätzung haben die KPMG-Experten indes nicht, da die Dunkelziffer sehr hoch sei. "Nach wie vor werden 37 Prozent der Cyberangriffe rein zufällig aufgedeckt", konstatiert Michael Sauermann, Partner bei KPMG und in Deutschland Leiter des Teams für "Forensic Technology". Schätzungen verschiedener Studien gehen allerdings von zweistelligen Milliardenbeträgen aus.

KPMG · Hacker