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Politik & Regulierung

AfW: Finanzvermittler sollen bundesweit von den IHK's beaufsichtigt werden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die AfW-Initiative "Pools für Makler" fordert eine einheitliche Vermittleraufsicht - auch der Vermittler nach § 34d und § 34i - durch die Industrie- und Handelskammern (IHK). So hätten diese nachgewiesen, dass sie eine erfolgreiche Aufsicht durchführen können. Dies habe auch die Bundesregierung in Ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP noch im März 2018 bestätigt.
Damit wenden sich die Pools gegen die Pläne der Bundesregierung, die Aufsicht über die Finanzanlagenvermittler schrittweise auf die Bafin zu übertragen. Dabei begründen die Pools ihre Forderung gegen eine Aufsicht durch die Bafin vor allem mit einem höheren Kostenrisiko: Das vorhandene Umlageprinzip für BaFin-beaufsichtigte Unternehmen wird sehr wahrscheinlich zu deutlich höheren Kosten im vierstelligen Bereich für die Vermittler führen, heißt es weiter. Zudem würden diese erhöhten Kostenn dazu führen, dass zahlreiche Vermittler den Markt verlassen werden. Die unabhängige Finanzanlagenberatung in Deutschland würde spürbar leiden.

 

Zudem würden die Finanzanlagenvermittler keine Beratungsdienstleistungen mehr durch die Industrie- und Handelskammern erhalten, da die Bafin eine reine Aufsichtsbehörde ist. So würde die Aufsicht  noch mehr zerstückelt (statt vereinheitlicht), da die Versicherungsvermittler mit Zulassung nach § 34d Gewerbeordnung bei den IHK's bleiben würden. Zudem gebe es einen "Aufsichtsriss" quer durch die Vermittlerunternehmen. Eine einheitliche Vermittleraufsicht bei den IHKn würde vielmehr eine konsistente Aufsicht über alle Erlaubnistatbestände hinweg ermöglichen, so die AfW-Pools.

AfW · Finanzvermittler
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