Schülerversicherung bleibt bestehen - zumindest in Stuttgart
Schülerversicherung bleibt bestehen - zumindest in StuttgartQuelle: Bild von klimkin auf Pixabay 
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Wieder erstarkt: Stuttgart glaubt weiter an Schülerversicherung

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Und immer weitere Neuigkeiten zur Schülerversicherung. Nachdem das Land Baden-Württemberg den von Verbraucherschützern heftig kritisierten Zusatzschutz von BGV und WGV eingestellt hatte, will die Stadt Stuttgart daran festhalten. Sie nutzt dafür die eigene, nicht die Landeskasse.

Langsam muss sich VWheute überlegen, einen eigenen Redakteur mit dem monokausalen Topic Schülerversicherung zu beschäftigen. Das Thema bietet verlässlich immer neue Kapitel und Wendungen. Damit der im Sachverhalt unbewanderte Leser nicht im Regen stehen muss, eine kurze Zusammenfassung.

 

Die Schülerversicherung ist ein Zusatzschutz für Schüler, der einen Euro pro Nase kostet. Er enthält eine Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung und eine Art Haftpflichtschutz, der beispielsweise bei Schülerpraktika greift. Angeboten hatten den Schutz die Württembergische Gemeinde-Versicherung (WGV) und Badische Versicherung (BGV).

 

Im April 2018 zeichnete der Bund der Versicherten die Schülerversicherung mit dem Schmähpreis Versicherungskäse des Jahres aus. Das Land Baden-Württemberg hat den Gruppenversicherungsvertrag im Anschluss gekündigt. Ob eine inhaltliche oder eine rein zeitliche Kausalität zwischen den Ereignissen besteht, weiß niemand.

 

Auferstanden aus Ruinen

 

 Alle dachten, die seit 1974 bestehende Schülerversicherung sei tot. Doch die Anbieter haben das Produkt überarbeitet und erneut der Öffentlichkeit vorgestellt. Diesmal sollte das Land nicht beteiligt sein, Partner sind die Schulen oder Schulträger.

 

Sie ahnen wahrscheinlich, was jetzt kommt. Genau, der Bund der Versicherten erneuerte seine Kritik am Produkt, stieß aber mit der BGV auf einen wehrhaften Opponenten, der die Schelte als " tendenziös und schwach recherchiert" zurückwies.

 

Jetzt kommt Stuttgart

 

An dieser Stelle hätte die Geschichte (erneut) enden können, war der Schutz doch nun eine Sache der Versicherer auf der einen und Schulen und Eltern auf der anderen Seite.

 

Doch dann kam die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie führt den Schutz vom kommenden Schuljahr an in neuer Form für die 78 125 Schüler der städtischen Schulen fort, meldet die Stuttgarter Zeitung. Die Kosten betragen 63.000 Euro.

 

Dafür einigte sich die Stadt mit der WGV-Versicherung auf einen Gruppenvertrag, der eine Unfall-, Sachschaden- und Haftpflichtversicherung umfasst. Abgedeckt sind dabei nach Informationen der Zeitung auch private Betätigungen bei schulischen Veranstaltungen und Abweichungen vom direkten Schulweg, zum Beispiel zur Nachhilfe oder Musikschule.

 

Die Geschichte des Produktes wird also weitergehen.

BGV · WGV · Schülerversicherung
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