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Märkte & Vertrieb

Swiss Re: Asien beschert globales Prämienwachstum

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Volumen der weltweiten Versicherungsprämien haben im letzten Jahr erstmals die Schallmauer von 5.000 Mrd. US-Dollar durchbrochen, was mehr als sechs Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes entspricht. Allein in diesem und im kommenden Jahr dürften das weltweite Prämienaufkommen real um drei Prozent steigen. Wachstumstreiber sind dabei vor allem die asiatisch-pazifischen Wachstumsmärkte. Dies geht aus der aktuellen Sigma-Studie der Swiss Re hervor.

So rechnet der Rückversicherer damit, dass allein die Lebensversicherungsprämien um 2,9 Prozent steigen werden, da in China mit einer kräftigen Erholung zu rechnen sei. Verantwortlich dafür seien vor allem die Schwellenländer, in denen das Prämienaufkommen um 8,7 Prozent steigen soll. Insbesondere China wird in den kommenden zwei Jahren voraussichtlich fast die Hälfte der zusätzlichen Lebensversicherungsprämien generieren, so die Swiss Re. In den entwickelten Märkten werden die Lebensversicherungsprämien 2019 und 2020 laut Studie voraussichtlich um 1,2 Prozent zulegen. Angeführt werde die Entwicklung von den USA und Kanada.


Im Nichtlebengeschäft lag das weltweite Wachstum der Prämien 2018 bei stabilen drei Prozent. Wachstumstreiber waren auch hier die aufstrebenden Schwellenländer, während sich das Wachstum in den entwickelten Märkten eher verlangsamte. So dürfte die kurzfristige Versicherungsnachfrage stabil bleiben, was vor allem dem starken Wachstum im Leben- und Nichtlebensektor der Schwellenländer zu verdanken sei, heißt es weiter. Allein im Reich der Mitte stieg das Prämienaufkommen im Nichtlebensektor um zwölf Prozent, was vor allem dem deutlichen Wachstum in der individuellen Unfall- und Krankenversicherung zu verdanken war.

 

2019 und 2020 dürften die weltweiten Prämien um laut Swiss Re im Nichtlebenbereich um drei Prozent zulegen, welches vor allem in asiatischen Schwellenländern und von einem soliden Wachstum in den entwickelten Märkten gestützt werde. Dabei sei das Wachstum in den Schwellenländern mit sieben Prozent nach wie vor stabil. Allerdings verlaufe dies aber etwas langsamer, da sich das Wirtschaftswachstum in China, dem Haupttreiber in der Region, etwas abgeschwächt hat. Dabei bilden die asiatischen Schwellenländer nach Angaben der Swiss Re die weltweit am schnellsten wachsende Region mit einer starken Nachfrage nach Kranken-, Haftpflicht- und Agrarversicherungen. Der Nichtlebensektor im Nahen Osten, in Afrika und in Lateinamerika wird sich analog zur Verbesserung der Wirtschaftsleistung in diesen Regionen erholen.

 

Zudem geht der Rückversicherer davon aus, dass sich die weltweite Versicherungsbranche weiter nach Asien verschieben werde. China festigte 2018 mit einem Gesamtvolumen der gebuchten Prämien von 575 Mrd. USD seine Position als zweitgrößter Versicherungsmarkt der Welt. Allerdings zeigten die gegenwärtigen Defizite auch ein enormes Wachstumspotenzial auf. So schätzt das Swiss Re Institute, dass die gesamte Region Asien-Pazifik bis 2029 einen Beitrag von 42  Prozentzum weltweiten Prämienaufkommen leisten werde. China ist und bleibt ein entscheidender Treiber hinter dieser Entwicklung, heißt esweiter.

 

"Die Aussichten sind vielversprechend. Obwohl sich das weltweite Wirtschaftswachstum derzeit verlangsamt, rechnen wir in den kommenden zwei Jahren mit einer stabilen Versicherungsnachfrage. Dabei wird China wieder der wichtigste Wachstumstreiber im Leben- und Nichtlebensektor sein", kommentiert Jérôme Jean Haegeli, Group Chief Economist von Swiss Re.

Swiss Re · Rückversicherer · sigma-Studie
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