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WerbungQuelle: Screenshot Werbeclip LVM mit Mc Fitti
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Zum Fremdschämen? LVM versucht sich in "hipper" Werbung für Jugendliche

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Erst war es Pop-Titan Dieter Bohlen, dann Schaupieler Til Schweiger: Wenn es um die Werbung für die eigenen Versicherungspolicen geht, legen die Versicherer durchaus eine gewisse Kreativität an den Tag. Jüngstes Beispiel der LVM: Ein Werbedreh mit MC Fitti, um junge Leute zum Abschluss einer Versicherung zu bewegen. Was allerdings hipp und cool rüberkommen soll, könnte schnell nach hinten losgehen. 

Für junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren stehen Versicherungen nicht gerade ganz oben auf der persönlichen Hitliste. Das bekannte Vorurteil: zu trocken, zu langweilig, zu farblos. Die LVM versucht mit einem eigens kreierten Werbespot und einer eigenen Landingpage im Internet diesem Stereotyp zu begegnen - treu dem Motto "Versichern nervt". Das Ziel: Jugendliche zum Abschluss einer Versicherungspolice zu bewegen - die dazugehörige Kfz-, Hausrat-, BU- und E-Scooter-Versicherung gleich mit in Petto.

 

Und nicht nur das: Jugendliche dieser Altersgruppe davon zu überzeugen, dass Papierkram zwar lästig sei - im ungünstigsten Fall nicht versichert zu sein, allerdings noch vielmehr. "Bei der Kampagne geht es primär darum, die Brand Awareness der LVM Versicherung zu steigern, um besonders junge Kunden zu gewinnen und langfristig zu binden", wird Marko Feldbaum, Abteilungsleiter Kommunikation, im Fachmagazin W&V zitiert.

 

Kern der Kampagne soll demnach ein exklusiver Werbesong für die LVM Versicherung sein, das Musikvideo in Stilmix zwischen realer und Social Media-/Comic-Welt. Doch wie heißt es bekanntlich so schön: "Über Geschmack lässt sich nicht streiten." Das dürfte wohl auch für den sicherlich gut gemeinten Werbeclip der LVM zutreffen. Denn am Ende entpuppt sich der Werbedreh eher als schrill-bunte Replik, die an längst vergangene Zeiten aus den 1980er- oder 1990er-Jahren erinnert - vom "musikalischen Mehrwert" einmal ganz zu schweigen.

 

"Versichern nervt" in der Tat - doch am Ende könnten die gut gemeinten Absichten eher eine abschreckende Wirkung haben - oder wie es auf neudeutsch heißt: "Zum Fremdschämen".

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