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PKV hat keine Ahnung von Alexa & Co.

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Für viele ist es genial, andere wollen nicht ihr eigenes Haus verwanzen. Die Rede ist von Smart-Speaker-Systemen (SSS) wie Alexa und den dazugehörigen Skills. Die Beratungsgesellschaft Heute und Morgen hat sich mit den Systemen auseinandergesetzt und aufgezeigt, was sich die Kunden wünschen. Bis zur PKV hat sich Potenzial der Technik offenbar noch nicht herumgesprochen.

Systeme wie Alexa oder Google Echo bieten einen Cloud-basierten Sprachservice. Das funktioniert in etwa wie die Spracheingabe beim Smartphone. Entwickler können Alexa Fähigkeiten hinzufügen, so genannte Skills, mit denen die Nutzer ihr Gerät auf ihre Bedürfnisse anpassen können. So können über entsprechende Skills Informationen zu Versicherungen abgerufen werden oder direkt per Spracheingabe ein Vertrag abgeschlossen werden.

 

Einige Unternehmen wie die Deutsche Familienversicherung (DFV) und die Württembergische nutzen die Technik bereits. Das ist aber branchenweit zu wenig: "Versicherer und Krankenkassen hinken den Bedürfnissen ihrer Mitglieder hinterher: Gut jeder zweite Versicherungskunde und 63 Prozent der Kassenmitglieder wünschen sich mehr digitale Lösungen", schreibt die Beratungsgesellschaft.

 

Welche Leistungen die Kunden sich von ihrer Krankenkasse per Sprachsystem wünschen, hat Heute und Morgen bei der Umfrage wissen wollen.

Was möchten Kunden von ihrer Krankenkasse?
Was möchten Kunden von ihrer Krankenkasse?Quelle: Heute und Morgen

Hilfe bei Notfällen und die Arztsuche stehen ganz oben auf der Wunschliste der Kunden. Ausfällig ist, dass sechs Skills getestet wurden, alle von gesetzlichen Kassen. Zu privaten Kassen schreibt Heute und Morgen: "Da es aktuell noch keine PKV-Skills gibt, wurden privat Krankenversicherten zwei Skills vorgestellt, die zwar original von gesetzlichen Krankenkassen angeboten werden, den PKV-Versicherten aber als Skills eines privaten Krankenversicherers beschrieben wurden." Das ist kein gutes Bild für die PKV.

 

Die Versicherer sind auf dem Posten

 

Die Versicherungsbranche ist im SSS-Feld weiter als die verwandte PKV. Getestet wurden die Skills von Deutsche Familienversicherung, Allianz, D.A.S, Württembergische, Versicherungskammer und Nürnberger. Auch hier lautete die Frage der Ratingagentur, was der Kunde möchte.

Das möchten Kunden von ihrem Versicherer
Das möchten Kunden von ihrem VersichererQuelle: Heute und Morgen

Der Kunde möchte vor allem Informationen zu Schadenmeldungen, hoch im Kurs stehen zudem "Reise-Informationen zu verschiedenen Ländern". Ob Oliver Bäte und Stefan Knoll, Chef von Allianz und DFV, bald ihr Wissen über die Mongolei oder den Süden Lapplands per Alexa teilen werden, wurde leider nicht gefragt. Hörenswert wäre es auf alle Fälle.

 

Die Versicherer sollen aus Kundensicht mit der Zeit gehen, sich aber bei der Skills-Entwicklung auf das Feld Versicherungen konzentrieren, sagen die Befragten.

Der Versicherer soll zeitgenäß handeln, wollen die Kunden.
Der Versicherer soll zeitgenäß handeln, wollen die Kunden.Quelle: Heute und Morgen

Für die Umfrage wurden 1.000 Menschen befragt, 500 besitzen ein SSS, die andere Hälfte will ein System anschaffen. Wie zufrieden die Menschen sind, zeigt diese Grafik.

Besonders geschätzt werden die Möglichkeiten von Alexa und Co. in der Altersgruppe 35 bis 49 und in ländlichen Regionen. Es gibt keine großen Unterschiede in der Beliebtheit zwischen Männern und Frauen.  

Viele mögen Alex und Co.
Viele mögen Alex und Co.Quelle: Heute und Morgen
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