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Allianz und Munich Re erhöhen Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Allianz und die Munich Re legen mehr Geld für die Pensionsverpflichtungen ihrer Mitarbeiter zurück. So stieg das Deckungsvermögen bei der Allianz im letzten Jahr um 1,4 Prozent auf 14.624 Mio. Euro. Der Rückversicherer Munich Re verbuchte ein Plus von 1,5 Prozent auf 3.301 Mio. Euro. Dies geht aus einer aktuellen Analyse der Geschäftsberichte der Dax30-Konzerne von Aon hervor.
Demnach hat sich laut Analyse der Deckungsgrad bei vielen DAX-Konzernen verbessert. Manche Unternehmen wie die Telekom haben ihre Kapitaldeckung sogar erheblich aufgestockt, heißt es weiter. Dabei machen die Pensionsverpflichtungen beiden Dax-Konzernen mit durchschnittlich 15 Prozent nach wie vor einen bedeutenden Teil der Bilanzsumme aus Bilanzgrößen wie Verpflichtungsumfang (plus 0,4 Prozent) und Planvermögen (minus ein Prozent) haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt kaum verändert. Der durchschnittliche Rechnungszins – der wichtigste Faktor für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen - blieb mit 1,92 Prozent konstant auf dem Niveau des Vorjahres. Die Bandbreite reicht von 1,6 Prozent (Deutsche Telekom) bis 2,3 Prozent (Deutsche Post und SAP).
Planvermögen der 30 Dax-Konzerne
Planvermögen der 30 Dax-KonzerneQuelle: Aon
Zudem haben die Dax-Unternehmen ihre Pensionspläne laut Aon-Analyse in den vergangenen Jahren risikoadäquat weiterentwickelt. An die Stelle klassischer Leistungszusagen sind mehr und mehr beitragsorientierte Systeme getreten. Insgesamt machen die beitragsorientierten Zusagen inzwischen 96 Prozent der Gesamt-Zusagen aus, heißt es weiter. Außerdem würden die Unternehmen vielfach ihren Mitarbeitern ein Wahlrecht bei der Auszahlung einräumen. "Die Dax30-Konzerne sind bei ihrem internen Risikomanagement bestens aufgestellt. Sie betreiben aktives Assetmanagement und überprüfen ihre Anlagestrategien regelmäßig, dabei werden alle wichtigen Risiken berücksichtigt. Das ist eine gute Nachricht für die betriebliche Altersversorgung, die weiterhin auf einer soliden Basis steht", konstatiert Aon-Geschäftsführer Fred Marchlewski.

Üppige Pensionen für Führungskräfte

Dass auch die Pensionen der Führungskräfte durchaus üppig ausfallen können, zeigte jüngst eine aktuelle Analyse von Willis Towers Watson. So beliefen sich die Pensionszusagen für die Dax-Vorstandsvorsitzenden im Mittelwert (Median) auf rund 9,8 Mio. Euro. Dies entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Spitzenreiter ist demnach der ehemalige Daimler-Chef Dieter Zetzsche mit Pensionszusagen über 42 Mio. Euro. Dahinter folgen Eon-Chef Johannes Teyssen mit 26,25 Mio. Euro sowie Bernd Scheifele, CEO von Heidelberg Zement, mit Pensionszusagen in Höhe von 22,1 Mio. Euro. Allianz-Chef Oliver Bäte folgt auf dem 17. Platz mit Altersbezügen in Höhe von gut sechs Millionen Euro.
Aon · bAV · Allianz · Munich Re
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