Konzernsitz der Provinzial Nordwest in Münster
Konzernsitz der Provinzial Nordwest in MünsterQuelle: Provinzial Nordwest
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Beschäftigt die Provinzial Nordwest IT-Fachkräfte als Scheinselbstständige?

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
IT-Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt - natürlich auch bei den Versicherungskonzernen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) soll die Provinzial Nordwest rund 30 Mitarbeiter teils über Jahre hinweg als selbstständige IT-Spezialisten beschäftigt haben. VWheute hat beim Versicherungskonzern nachgefragt.

Die SZ beruft sich dabei auf ein internes Dokument, wonach von "Rechtsrisiken im Bereich Steuer und Sozialversicherung" die Rede ist. So habe der Versicherer im Rahmen einer internen Revision bislang 143 Verträge der insgesamt 200 externen Berater überprüft. Dabei sei man zu dem Schluss gekommen, dass 82 nicht in der bisherigen Form weitergeführt werden könnten. In 29 Fällen könnte es sich laut um sogar um Scheinselbstständigkeit handeln. Weitere Mitarbeiter könnten angeblich folgen. Laut Bericht könne eine mögliche Nachzahlung von Steuern und Sozialabgaben in Millionenhöhe geben.

 

VWheute hat bei der Provinzial Nordwest nachgefragt. In einer Stellungnahme des Versicherungskonzerns heißt es: "Nach einer internen Revisionsprüfung von externen Beraterverträgen in der IT haben sich bei einem kleinen Teil der Verträge Indizien für Scheinselbstständigkeit ergeben. Der Vorstand hat deshalb ein internes Projekt aufgesetzt, um schnellstmöglich gemeinsam mit den Finanz- und Sozialversicherungsbehörden insbesondere diese Fälle zu überprüfen. Insgesamt sind in der IT 200 externe Berater beschäftigt - es geht um insgesamt 29 Berater, deren Verträge jetzt gemeinsam mit den Behörden überprüft werden."

Provinzial Nordwest
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