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Swiss Re bewertet ReAssure für Börsengang mit rund drei Mrd. Pfund

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Börsengang der Swiss-Re-Tochter ReAssure nimmt immer konkretere Formen an. Wie der Rückversicherer am Donnerstag mitteilte, sollen die Aktien zwischen 280 und 330 Pence platziert werden. Dies würde einem Börsenwert von etwa 2,8 bis 3,3 Mrd. Pfund (etwa 3,1 bis 3,7 Mrd. Euro) entsprechen.

Dabei geht der Rückversicherer davon aus, dass das Angebot zu einem Streubesitz von 26 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals von ReAssure führen wird. Swiss Re stellt auch Aktien als Teil einer Mehrzuteilungsoption im Umfang von bis zu 15 Prozent des Angebots zur Verfügung, heißt es weiter. Die Swiss Re hält derzeit 75 Prozent der Anteile an ReAssure, die restlichen 25 Prozent gehören dem japanischen Versicherer MS&AD, der an seinem Anteil festhalten will.

 

Dabei ist der Börsengang selbst schon von langer Hand vorbereitet. So hatte die Swiss Re diesen Schritt bereits im August 2018 in Aussicht gestellt und schließlich Mitte Juni 2019 quasi offiziell bestätigt. Dazu hatte der Rückversicherer die ReAssure in ein eigenes Unternehmen umgewandelt und Ende letzten Jahres Mark Hodges zum neuen Chef des Börsenkandidaten bestellt. Dieser gilt als erfahrener Versicherungsmanager und war zuvor Divisionsleiter beim britischen Energieunternehmen Centrica.

 

ReAssure ist derzeit der sechstgrößte Lebensversicherer in Großbritannien und hat sich auf die Verwaltung von geschlossenen Lebensversicherungs-Portfolios spezialisiert. Allerdings benötigt das Unternehmen für die Verwaltung große Kapitalpuffer. Durch den Börsengang erhofft sich das Unternehmen jedenfalls einen einfacheren Zugang zu den Kapitalmärkten, um sein weiteres Wachstum finanzieren zu können.

 

Die Konzernmutter Swiss Re erhofft sich durch den Börsengang neues Kapital, welches für andere Zwecke verwendet werden kann. Zuletzt war der Rückversicherer wegen der Turbulenzen im Nachgang des Boeing-Skandals in den Fokus der Öffentlichkeit. Das Unternehmen wurde durch die Abstürze und die nachfolgenden Flugverbote belastet. So machen der Swiss Re nicht nur die Naturkatastrophen der letzten Jahre zu schaffen. Auch die Turbulenzen um den Flugzeugbauer Boeing könnten die Swiss  Re noch auf Jahre belasten.

Swiss Re · ReAssure · Rückversicherer
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