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Politik & Regulierung

Bafin verbietet Ergo-Vertreter unerlaubtes Einlagengeschäft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Neuer Ärger für die Ergo - allerdings nur für einen einzelnen Vertreter. Die Bafin hat einem Ergo-Vertreter aus Markredwitz in Oberfranken angeordnet, sein Einlagengeschäft mit Bescheid vom 31. Mai 2019 "sofort einzustellen und unverzüglich abzuwickeln." Der Versicherungsmann hatte laut Finanzaufsicht auf der Grundlage von Vereinbarungen über ein "Prämiendepot" entgegen genommen und deren unbedingte Rückzahlung versprochen.

"Damit betreibt er das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin. Er ist verpflichtet, die bislang angenommenen Gelder per Überweisung vollständig an die Geldgeber zurückzuzahlen. Der Bescheid der Bafin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig", heißt es in einer Mitteilung der Bafin weiter. Der springende Punkt dabei: Versicherer und Bausparkassen dürfen solche Einlagengeschäfte zwar bewerben und an ihre Kunden verkaufen. Vermittler dürfen diese Anlageprodukte allerdings nicht ohne entsprechende Erlaubnis vertreiben.

 

Im konkreten Fall hatte der Ergo-Vertreter seinen Kunden ein sogenanntes Prämiendepot angeboten. Dabei handelt es sich um ein Kapitalanlageprodukt, welches üblicherweise gemeinsam mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung oder Rentenversicherung abgeschlossen werden kann. Diese sollen dazu dienen, die Laufzeit eines Vetrages so zu strecken, dass die Mindestbedingungen für eine steuerliche Begünstigung erreicht sind.

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