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Unternehmen & Management

Maklern fehlt es immer noch an geeigneten Nachfolgern

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Noch immer haben zahlreiche Maklerbetriebe in Deutschland ein Nachfolgeproblem. Laut einer aktuellen Analyse der Versicherungsforen Leipzig ist ein Drittel der Makler derzeit auf den Verkauf des eigenen Betriebes angewiesen, um die eigene Altersvorsorge zu sichern. Zudem haben 48 Prozent der befragten Makler noch immer keine Nachfolgeregelung getroffen oder geplant.

Allerdings hat das Nachfolgemanagement für 77 Prozent der befragten unabhängigen Vermittler eine hohe bis sehr hohe Bedeutung. Gegenüber der letzten Analyse im Jahr 2014 entspricht dies einem Anstieg von 10,2 Prozentpunkten. Mögliche Gründe dafür könnten im hohen Durchschnittsalter liegen. Demnach haben zwei Drittel der Befragten das 50. Lebensjahr bereits überschritten und sind daher nicht mehr allzu weit entfernt vom Ruhestand, den knapp drei Viertel der Befragten für das Alter von 60 bis 69 Jahren planen. Zum Vergleich: In der Untersuchung von 2014 waren rund die Hälfte der Befragten unter bzw. über 50 Jahre alt.

 

Allerdings kann sich rund ein Drittel der Befragten (36 Prozent) vorstellen, dass ihre Nachfolge vorrangig durch Wettbewerber. Bei der Auswahl eines potenziellen Nachfolgers achten die Vermittlerbetriebe dabei vor allem auf die Unternehmens- und Fachkompetenz des potenziellen Nachfolgers. Ist dieser einmal gefunden,  favorisieren 59 Prozent der Befragten eine stufenweise Abgabe ihres Unternehmens. Auch eine Komplettabgabe oder die Einstellung des Nachfolgers im Vorfeld der Abgabe ist für viele der Befragten eine denkbare Option. Die Zahlung des Kaufpreises als Einmalzahlung bevorzugen 52 Prozent der Befragten. Jeweils ein Drittel kann sich aber auch die Ratenzahlung und die Leibrente vorstellen.

 

"Vor allem der zu erwartende Mangel an Fachkräften hat für das Nachfolgemanagement weitreichende Folgen", konstatiert Manuela Wolf, Projektmanagerin Vertrieb & Service bei den Versicherungsforen Leipzig. "'Wer nicht anfängt, wird nicht fertig' - Nichts beschreibt treffender eine Kernproblematik der Unternehmensnachfolge. Viele Inhaber unterschätzen den Zeitaufwand für eine vernünftige Unternehmensnachfolge, weil häufig vergessen wird, dass das Unternehmen erst einmal in eine ansprechende Form gebracht werden muss, um für Interessenten überhaupt interessant zu sein", ergänzt Hans-Georg Jenssen, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler e.V. 

Versicherungsforen Leipzig · Versicherungsmakler
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