Gesundheitskarte
GesundheitskarteQuelle: Bild von Michael Schwarzenberger auf Pixabay 
Köpfe & Positionen

PKV-Verband sieht "Ende der Systemdebatten" gekommen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die politische Debatte um die Bürgerversicherung ist nach der Bundestagswahl 2017 wieder in den politischen Dornröschenschlaf verschwunden. So stehe zwar im aktuellen Koalitionsvertrag "nichts, was der PKV schadet. Trotzdem prägen natürlich die Diskussionen über die einzelnen Schritte zur Vereinheitlichung der Systeme die gesundheitspolitische Agenda mit", betont Timm Genett, Geschäftsführer Politik im PKV-Verband.

"Das ist für uns durchaus eine Herausforderung. Bei den bisherigen Forderungen nach einer Radikalreform konnten wir die Absurdität leicht transparent machen: Sie würde nicht nur das Ziel von 'mehr Gerechtigkeit' nicht erreichen, sondern dabei auch die gute Versorgung gefährden. Das kann man zeigen", ergänzt der Verbandsvertreter in einem verbandseigenen Interview. So habe es man nun "mit Projekten zu tun, die die Bürgerversicherungsparteien unter anderen Überschriften verkaufen können. Zum Beispiel den Arbeitgeberzuschuss für Beamte als sozialpolitisches Instrument für Beamte mit kleinen Einkommen. Und die Kommission zur Reform der Gebührenordnungen spricht plötzlich über die richtigen 'Anreize' für Leistungserbringer. Das ist eine ganz andere Diskussionsebene."

 

Eine weitere Herausforderung sei zudem "die zukünftige Finanzierung der Pflegeversicherung. Im Moment sind leider diejenigen in der Offensive, die immer mehr Umlagefinanzierung fordern. Bestes Beispiel ist das Bundesland Hamburg, das mit dem sogenannten Sockel-Spitze-Tausch die Eigenverantwortung begrenzen und die Versicherungsleistungen weiter ausbauen will. Und das nach einem Beitragsanstieg um 50 Prozent in nur fünf Jahren." 

PKV-Verband · Bürgerversicherung