Berlin, Sitz des BMAS. Im Bild: Oberbaumbrücke zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.
Berlin, Sitz des BMAS. Im Bild: Oberbaumbrücke zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.Quelle: Uwe Wattenberg / www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Wie steht es um die Altersvorsorge der Deutschen? Ministerium verspricht Klarheit

Von Manfred BrüssTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Um die Zukunft der Alterssicherung in Deutschland im Blick zu behalten, sind nach Einschätzung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) verlässliche Informationen über die Vorsorge der Menschen unerlässlich. Deshalb will sich das Ministerium mittels einer breit angelegten schriftlichen Betragung von über 10.000 sozialversicherungspflichtigen Personen im Alter ab 25 bis unter 65 Jahre einen detaillierten Überblick verschaffen.

Wie das Ministerium jetzt in Berlin mitteilte, wurde das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (Infas) mit der Durchführung der Erhebung "Verbreitung der Altersvorsorge 2019“ (AV 2019)" beauftragt. Die zentralen Fragestellungen der Umfrage würden sich neben der Beteiligung an der staatlich geförderten zusätzlichen Altersvorsorge auch mit der Höhe der aktuellen Beiträge und Anwartschaften, das Vorliegen der jeweiligen jährlichen Informationsschreiben sowie Angaben zur weiteren Absicherung befassen, erklärte das Ministerium weiter. Alle im Fragebogen gemachten Angaben würden vertraulich behandelt und ausschließlich anonym ausgewertet, versicherte das Ministerium. Für nähere Informationen verweist das Ministerium auf die vom Meinungsforschungsinstitut speziell eingerichtete Internetseite.

 

Eine breite Studie über den Stand der Altersvorsorge in Deutschland, von einer Institution durchgeführt, die nicht der Branche oder den Verbraucherschützern angehört, das verspricht Spannung.

 

Infas bietet Erklärstücke und Telefonhotline an

 

Infas hofft, dass möglichst alle angeschriebenen Personen im Alter zwischen 25 und unter 65 Jahren auch den Fragebogen ausgefüllt kostenlos zurückschicken. Dies gelte auch gerade für Personen, die noch keine zusätzliche Altersvorsorge betreiben würden. "Um ein realistisches Bild der Vorsorgesituation der Menschen zu ermitteln, ist es wichtig, dass alle Befragten teilnehmen", schreibt Infas in seinen Erklärhilfen. Im Durchschnitt wird damit gerechnet, dass das Ausfüllen des Fragebogens 30 Minuten in Anspruch nehmen wird. Es komme aber auf den Einzelfall an. Es sei zwar keine Vorbereitung notwendig, hilfreich wäre aber, wenn Informationsschreiben der Versorgungsträger bereit liegen würden.

 

Infas bietet bei Schwierigkeiten eine kostenlose Telefon-Beratung an. In einem weiteren Erklärstück verweist Infas auf die jeweilige Nummer im Fragebogen. Insgesamt sollen 56 Fragen (Altersvorsorgevermögen aus Riester-Vertrag) beantwortet werden. Die Riester-Sparer sollten insbesondere ihre Bescheinigung nach § 92 EstG bereithalten, dort werden vom Anbieter des Riester-Produkts einmal jährlich in standardisierter Form alle Angaben etwa zur Zulagenhöhe oder zur Summe der Eigenbeiträge aufgelistet. Zunächst gibt es Fragen zur gesetzlichen Rentenversicherung und anschließend zur Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst (ZÖD) sowie bei Kirchen oder Wohlfahrtsverbänden. Danach folgen die Komplexe betrieblicher Altersversorgung (bAV) und Riester.

 

BMAS · Altersvorsorgeprodukte · Umfrage
Auch interessant
Zurück
08.07.2019VWheute
Allianz floppt mit Renten­tarif Four­more? BDV übt vernich­tende Kritik Der Allianz Rententarif "Fourmore" ist ein Flop. Sagt der Bund (BdV) der …
Allianz floppt mit Renten­tarif Four­more? BDV übt vernich­tende Kritik
Der Allianz Rententarif "Fourmore" ist ein Flop. Sagt der Bund (BdV) der Versicherten und nennt den Verkauf von "nur etwa tausend Verträgen" in einem Jahr ein "katastrophales Ergebnis", das auch andere …
17.06.2019VWheute
"Es gibt inzwi­schen gute Förder­mög­lich­keiten für schmale Geld­beutel" – Canada Life Boss Drews über Konsum­ver­halten, Alters­vor­sorge und die Bera­tung "Der…
"Es gibt inzwi­schen gute Förder­mög­lich­keiten für schmale Geld­beutel" – Canada Life Boss Drews über Konsum­ver­halten, Alters­vor­sorge und die Bera­tung
"Der Versicherer bleibt der Anbieter des Vertrauens", erklärte Canada Life Chef Markus Drews anlässlich einer Studie aus …
13.06.2019VWheute
Umfrage: "Google kann suchen, aber nicht anlegen" & "Versi­cherer verstehen nichts von Produkten" Die Deutschen gelten als technik- und risikoaver…
Umfrage: "Google kann suchen, aber nicht anlegen" & "Versi­cherer verstehen nichts von Produkten"
Die Deutschen gelten als technik- und risikoavers, eine aktuelle Umfrage belegt das. Die Menschen hierzulande wollen ihre Altersvorsorge nicht großen Tech-Unternehmen anvertrauen…
21.03.2019VWheute
Renten steigen im Westen um 3,18 und im Osten um 3,91 Prozent Auch in diesem Jahr profitieren die Rentner von der guten Lage am Arbeitsmarkt und den …
Renten steigen im Westen um 3,18 und im Osten um 3,91 Prozent
Auch in diesem Jahr profitieren die Rentner von der guten Lage am Arbeitsmarkt und den Lohnsteigerungen der Vergangenheit. Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Berlin mitteilte, werden die Renten…
Weiter