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Haus in FlammenQuelle: Jens Weber / www.pixelio.de / PIXELIO
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Im Norden brennt es öfter als im Süden, Elektrizität häufigste Ursache

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Hausbrände sind eine unterschätzte Gefahr. Im Schnitt kommt es in Deutschland alle drei Minuten zu einem Feuerschaden. In Schleswig-Holstein ist die Feuergefahr am größten. Bundesweit sind die Schäden 2018 gestiegen, warnt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Der Index für Feuerschäden liegt in Schleswig-Holstein bei 147 und damit rund 50 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern und Lüneburg mit Indexwerten von 135 beziehungsweise 132. Das geht aus regionalen Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, der so erstmals die Feuergefährdung für ganz Deutschland ausgewertet hat. Dazu hat der GDV die Feuerschäden pro Regierungsbezirk und bei kleineren Ländern pro Bundesland ermittelt. Der Schadenaufwand wurde ins Verhältnis zur Versicherungssumme der Wohngebäudeversicherung im jeweiligen Regierungsbezirk gesetzt. 

Feuerschäden pro Regierungsbezirk
Feuerschäden pro RegierungsbezirkQuelle: GDV

Deutliches Nord-Süd-Gefälle

Während im Norden die Feuergefahr am höchsten ist, geht das Risiko nach Süden hin deutlich zurück. In den bayerischen Regierungsbezirken Mittelfranken, Schwaben und Oberbayern ist die Feuergefahr im Vergleich zu den nördlichen Regierungsbezirken nur etwa halb so groß.

Wo brennt es in Deutschlan am häufigsten?
Wo brennt es in Deutschlan am häufigsten?Quelle: GDV

Unabhängig von der Region sind nach Angaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung Elektrizität (33 Prozent) und menschliches Fehlverhalten (17 Prozent) die häufigsten Brandursachen. Daneben gibt es aber auch regionale Unterschiede. "Während im Norden Brandstiftungen eine größere Rolle spielen, bereiten Blitz- und Überspannungsschäden im Süden Probleme", sagt Oliver Hauner, Leiter Sach- und Technische Versicherung, Schadenverhütung und Statistik beim GDV. Häufig sind die Geschwindigkeit der Ausbreitung und die Folgen eines Feuers den meisten Menschen nicht bewusst.

 

"Oft sind es Unwissenheit und Leichtsinn, die zur Katastrophe führen. Und die Folgeschäden eines Brandes werden unterschätzt", so Hauner. Die Feuergefahr in den Regierungsbezirken in Hessen (Darmstadt, Gießen und Kassel) und in Baden-Württemberg (Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen) liegen etwas unter dem Bundesdurchschnitt, das Saarland, Berlin und Brandenburg liegen leicht darüber. In den ostdeutschen Bundesländern liegt der Schadenindex nur in den sächsischen Regierungsbezirken unter 100. Am besten schneidet Leipzig (91) ab.

 

Feuerschäden werden teurer

 

Jährlich zählen die Wohngebäudeversicherer deutschlandweit rund 200.000 Feuerschäden - im Schnitt kommt es also etwa alle drei Minuten zu einer Schadenmeldung. Die Kosten summierten sich 2018 nach vorläufigen Schätzungen auf rund 1,2 Mrd. Euro, ein Anstieg um 150 Mio. Euro im Vergleich zu 2017. Während die Zahl der Schäden konstant blieb, erhöhte sich der Aufwand für einen durchschnittlichen Schaden um rund 700 Euro auf geschätzt 5.730 Euro. Insgesamt leisteten die Wohngebäudeversicherer 2018 rund 6,1 Mrd. Euro.

GDV · Wohngebäudeversicherung · Feuerversicherung
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