Die Vorstände der Universa (v.l.): Frank Sievert, Werner Gremmelmaier und Vorstandsvorsitzender Michael Baulig.|
Die Vorstände der Universa (v.l.): Frank Sievert, Werner Gremmelmaier und Vorstandsvorsitzender Michael Baulig.|Quelle: Universa
Unternehmen & Management

Universa wächst in LV und KV, Verluste in Allgemeiner Versicherung

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Universa Versicherungsunternehmen erzielten im vergangenen Geschäftsjahr 2018 ein "überdurchschnittliches Wachstum" bei den Beitragseinnahmen. Die Kapitalanlagen überschritten erstmals die Grenze von sechs Mrd. Euro. In manchen Bereichen ging es aber auch zurück.  

Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen konnten im Geschäftsjahr 2018 um 3,7 Prozent auf 732,3 Millionen Euro gesteigert werden. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen betrug 175,4 Millionen Euro (Vorjahr 202,7). Die gesamten Bruttoleistungen stiegen auf 857,4 Millionen Euro.

 

Der Vorstandsvorsitzende Michael Baulig zeigt sich mit dem Geschäftsverlauf zufrieden: "In Anbetracht der schwierigen Kapitalmarktsituation, die weiter von einem historischen Niedrigzinsniveau geprägt ist, haben wir uns erneut sehr gut im Markt behaupten können und unsere Solidität gestärkt."   

 

Jubiläumsjahr in der Krankenversicherung


Im Jahr ihres 175-jährigen Jubiläums konnte die Universa Krankenversicherung die gebuchten Bruttobeiträge des um 4,0 Prozent auf 590,5 Millionen Euro steigern. "Erfreulich gut" entwickelte sich die Zusatzversicherung und dort vor allem die Krankenhaus- und Zahnzusatzversicherung. Die Zahl der Vollversicherten blieb nahezu konstant.  

 

Die Eigenkapitalquote konnte um 0,3 Prozentpunkte auf 32,7 Prozent ausgebaut werden. Die SCR-Bedeckungsquote lag bei 833,8 Prozent. "Bei beiden Quoten liegen wir im Spitzenfeld des Marktes. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Marke, die für Nachhaltigkeit und langfristige Stabilität steht", erklärt der Vorstandsvorsitzende.

 

Hoher Zuwachs in der Lebensversicherung


"Erfreulich gut" verlief das Neugeschäft in der Lebensversicherung, das um 29,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnte. Besonders nachgefragt wurden laut Unternehmen die fondsgebundene Rentenversicherung und die neu auf den Markt gebrachte Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Bei der Universa Allgemeine Versicherung sanken die Bruttobeitragseinnahmen auf 27,1 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 27,8. Mit einem Beitragsanteil von 38,8 Prozent bleibt die Unfallversicherung weiter bedeutendste Sparte, gefolgt von der Kfz-Versicherung mit 27,4 Prozent.

 

Größtes IT-Projekt der Unternehmensgeschichte


Ende des Geschäftsjahres fiel der Startschuss für die Ablösung der alten Bestandssysteme. "Hier werden wir bis Ende 2023 erhebliche Investitionen im zweistelligen Millionenbereich tätigen", unterstrich Baulig die Bedeutung des IT-Projektes.

 

Die neue Technologie soll Dreh- und Angelpunkt beim Ausbau der Digitalisierung werden. Aber auch die Automatisierung treibt der Vorstandsvorsitzende voran: "Je automatisierter unsere Vorgänge ablaufen, desto schneller können sie zur Zufriedenheit des Kunden abgeschlossen werden“, erklärt Baulig.

Universa · Jahreszahlen · PKV
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