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Politik & Regulierung

#MeToo-Fälle erreichen Versicherungsbranche

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Sexismus und Alkohol seien bei Lloyd's of London an der Tagesordnung, berichtete die ehemalige Underwriterin Sophie Jarvis vergangene Woche. Nun werden weitere Fälle der sexuellen Belästigung bei Tokio Marine Kiln sowie der Marsh-Tochter Guy Carpenter bekannt.

James Conmy, stellvertretender Vizepräsident von Guy Carpenter, wurde entlassen, weil er sich abfällig über eine weibliche Angestellte in einer Email äußerte und viele Kollegen in CC setzte. Geichzeitig wurde bekannt, dass zwei führende Angestellte bei Tokio Marine Kiln zurücktraten. Einer hat auf einer Party eine Frau begrapscht, der andere seit längerer Zeit eine Kollegin gestalkt.

 

Immer mehr Missbrauchsopfer setzen sich zur Wehr und gehen an die Öffentlichkeit. Wie schlimm es bei Lloyd's of London zugeht, hat kürzlich die ehemalige Underwriterin Sophie Jarvis in einem Blog-Eintrag berichtet. Die HR-Abteilung bei Lloyd's würde nur Frauen nach ihrem Aussehen einstellen und dementsprechend hätten die Frauen auch bestimmte Kleider zu tragen, "wenn die Frauen es weit bringen wollen." Wer eine Lunch-Box mitbringt, wird als "Lesbe" beleidigt. Die bisexuelle ehemalige Lloyd's-Chefin Inga Beale hätten männliche Kollegen hinter vorgehaltener Hand als "Muffmuncher" (Muschileckerin) bezeichnet.