Quelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)
Märkte & Vertrieb

Run-off-Markt in Deutschland wächst weiter

Von Gunbritt Kammerer-GalahnTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Run-off-Markt in Deutschland wächst sowohl im Erst- als auch Rückversicherungsmarkt. Im aktuellen Run-off Survey 2018 schätzt PwC das Gesamtvolumen des sich global im Run-off befindlichen (Rück-)Versicherungsbestands auf 730 Mrd. US-Dollar. Damit nimmt auch die Zahl der Transaktionen bezüglich Run-off-Portfolien zu. Ein ganz wichtiges Thema bei jeder dieser Transaktionen sind die Qualität der betreffenden digitalisierten Vertragsdaten und das praktische Bedürfnis nach einfachen technischen Möglichkeiten zur Übertragung dieser digitalisierten Daten, meint Rechtsanwältin Gunbritt Kammerer-Galahn von Taylor Wessing.

In Bestandsübertragungsverträgen, die die vollständige Übertragung oder die Übertragung von Teilbeständen eines (Rück-)Versicherungsbestands eines (Rück-)Versicherers auf einen anderen Versicherer regeln, spielen Klauseln zur Datenmigration deshalb nicht selten eine zentrale Rolle. Denn eine Inkompatibilität der jeweiligen IT-Systeme ist durchaus nicht ungewöhnlich.

 

Eine wesentliche Erleichterung einer Bestandsübertragung dürfte es sein, wenn die digitalisierten Versicherungsvertragsdaten nicht bloß schrittweise migriert, sondern vielmehr im Ganzen portiert werden würden. Technisch gibt es hierfür schon Lösungen. Diese würden dadurch begünstigt, wenn Versicherungsunternehmen den Betrieb ihrer IT von derzeit noch überwiegend originären Mainframe-Systemen auf eine cloudbasierte Mainframe-Lösung umstellen würden.

 

Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass bei einer Umstellung sowie bei der Portierung der Versicherungsvertragsdaten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben, insbesondere die des Rundschreibens 10/2018 Versicherungsaufsichtliche Anforderungen an die IT ("VAIT") der BaFin eingehalten werden.

Run-off · Taylor Wessing
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