Starkregen
StarkregenQuelle: Wilhelmine Wulff / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

"Die Gefährdungskarte sensibilisiert für das Schadenpotenzial durch Oberflächenabfluss"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Starkregen haben gerade in den letzten Jahren für erhebliche Schäden gesorgt. Die Schweizer Versicherer haben dabei herausgefunden, dass Oberflächenwasser rund 50 Prozent der Schäden verursacht, die durch natürliche Wassergefahren entstehen. Mit einer sogenannten "Gefährdungskarte Oberflächenabfluss" soll nun eine Präventionslücke gegen Naturgefahren geschlossen werden. "Sie gibt einen guten Überblick über ein Phänomen, dem lange Zeit zu wenig Beachtung geschenkt wurde", glaubt Luzius Thomi, Leiter Geoanalyse und Naturrisiken bei der Mobiliar.

"In der Wahrnehmung standen die Schäden, die durch übertretende Seen, Flüsse und Bäche verursacht werden mehr im Vordergrund als jene, die durch Oberflächenabfluss entstehen", betont der Experte im Gespräch mit dem Schweizer Versicherungsverband SVV. Die Gefährdungskarte soll dabei nicht nur "für das Schadenpotenzial durch Oberflächenabfluss" sensibilisieren. "Sie hilft Bauherren, Gebäudeeigentümern und Behörden, die Gefährdungssituation besser einzuschätzen und die erforderlichen Schritte für wirksame Präventionsmaßnahmen einzuleiten. Beim Oberflächenabfluss greift der etablierte Hochwasserschutz, der auf übertretende Gewässer ausgerichtet ist, nur ungenügend", ergänzt der Experte.

 

"Wir bieten den Kunden einen Mehrwert, wenn wir mithilfe der Gefährdungskarte eine bessere Gesamteinschätzung abgeben – und unsere Kunden dadurch entsprechende Präventionsmaßnahmen ergreifen können. Das ist doppelt positiv: Der Kunde wird vor Schaden bewahrt – und wir alle profitieren von einem günstigeren Schadenverlauf", so Thomi weiter. "Mit der Gefährdungskarte können Hausbesitzer auf einfache Weise prüfen, ob ihr Gebäude durch Oberflächenabfluss gefährdet ist. Bei bestehenden Häusern ist ein Nachrüsten mit Kosten verbunden. Nachträglich ergriffene Präventionsmaßnahmen können aber einfach und verhältnismäßig kostengünstig sein, wie zum Beispiel die Erhöhung von Lichtschächten", ergänzt der Experte.

Oberflächenkarte · Mobiliar