Porsche Carrera
Porsche CarreraQuelle: Hartmut910 / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Betrüger schrotten Luxuskarossen und ergaunern 260.000 Euro von Versicherern

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Fingierte Autounfälle, um die Versicherungsleistungen zu kassieren, sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Zwei Männer wollten dabei besonders schlau sein und nutzten dafür Luxuskarossen, die über Leasingverträge mit Banken finanziert wurden. Insgesamt zehn Nobelfahrzeuge hatten die beiden dafür geschrottet - jeweils mit Totalschaden - um die Versicherungsgelder zu kassieren. Der Betrug flog jedoch auf - der Schaden: etwa 260.000 Euro. Nun müssen sich die Männer vor Gericht verantworten.

Die Masche der beiden Polen war dabei denkbar simpel: Unter dem Deckmantel einer Scheinfirma hatten die zwei Männer für zehn Luxusfahrzeuge der Marken Porsche, Jaguar, Cadillac, Audi A7 oder Mercedes E-Klasse entsprechende Leasingverträge mit Banken abgeschlossen. Mit gefälschten Unterlagen hätten sie dabei die Bonitätsprüfungen überstanden, berichtet der Tagesspiegel. Gegenüber den Kfz-Versicherern hatten die beiden jedoch behauptet, dass es sich um eigenfinanzierte Fahrzeuge handeln würde. Der entsprechende Crash war dabei schon vorprogrammiert - sei es durch vermeintliche Wildunfälle oder einen Fahrzeugbrand. Verletzte gab es hingegen nie.

 

Nun müssen sich die beiden Männer seit Montag vor dem Landgericht Berlin wegen 17-fachen gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betruges verantworten. Immerhin zeigten sich die beiden Angeklagten augenscheinlich reumütig. "Wir kassierten Geld, das Banken zugestanden hätte. Das diente alles nur dazu, um Banken gegenüber Gewinne vorzutäuschen", werden die beiden Männer zitiert. Rund 260.000 Euro hatten die beiden auf diese Weise von den Versicherern ergaunert. Ein Urteilsspruch steht indes noch aus. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.

Versicherungsbetrug · Luxusautos
Auch interessant
Zurück
24.04.2018VWheute
Munich Re und Fraugster knüpfen sich Online-Betrüger vor Auch der Cyberkriminelle will am steigenden Online-Handel partizipieren. Genau das möchte das…
Munich Re und Fraugster knüpfen sich Online-Betrüger vor
Auch der Cyberkriminelle will am steigenden Online-Handel partizipieren. Genau das möchte das deutsch-israelische Start-Up Fraugster verhindern. Das Unternehmen hat einen Algorithmus entwickelt, der schnell bewertet, ob …
16.11.2017VWheute
Geschwister ergau­nern Millionen von Adels­dame Liebe Vermittler, achtet auf eure Geschwister – besonders, wenn die bei der eigenen Versicherung …
Geschwister ergau­nern Millionen von Adels­dame
Liebe Vermittler, achtet auf eure Geschwister – besonders, wenn die bei der eigenen Versicherung arbeiten. In Österreich hat die Schwester eines Versicherungsagenten mit einem Netz aus Versicherungen und Bankkonten eine Adlige um …
28.06.2017VWheute
Atra­dius warnt vor Umsatz­steu­er­mo­dellen Sogenannte Umsatzsteuermodelle machen derzeit vor allem den Groß- und Einzelhändlern von …
Atra­dius warnt vor Umsatz­steu­er­mo­dellen
Sogenannte Umsatzsteuermodelle machen derzeit vor allem den Groß- und Einzelhändlern von Unterhaltungselektronik in Deutschland und Osteuropa zu schaffen, konstatiert der Kreditversicherer Atradius. Die Folge seien zunehmende …
30.03.2017VWheute
Das Ende des Protzes: Haft­strafe für S+K-Betrüger Es scheint die Woche der spektakulären Gerichtsurteile zu sein: Die beiden Angeklagten des …
Das Ende des Protzes: Haft­strafe für S+K-Betrüger
Es scheint die Woche der spektakulären Gerichtsurteile zu sein: Die beiden Angeklagten des Immobilienunternehmens S&K sind zu achteinhalb Jahren verurteilt worden, gestern wurde Wilfried S., der Betrüger von Unister-Chef …
Weiter