Jacqueline Hunt
Jacqueline HuntQuelle: Allianz SE
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Allianz-Vorstand Hunt: "Es wäre ein Fehler, wenn wir uns keine Übernahmeziele anschauen"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Jacqueline Hunt ist seit 2006 im Vorstand der Allianz für das Asset Management verantwortlich – und damit für die beiden Häuser Pimco und Allianz Global Investors. Im Interview mit Fonds Professionell spricht sich über Wachstum in Asien und mögliche Übernahmekandidaten. Große Player habe Allianz aber nicht im Blick. „Diese müssten uns schon als unwiderstehlich erscheinen, damit wir sie in Erwägung ziehen“, sagt Hunt.

"Denn ein solches Unterfangen darf sich nicht allein um Kosteneinsparungen drehen. Die sind nämlich sehr schwierig zu erzielen." Hunt würde eine Übernahme bevorzugen, die geografisch neu Märkte eröffnet – am besten in Asien. "Allerdings gibt es nur sehr wenige Kandidaten auf dem Markt, die eine angemessene Qualität aufweisen. Daneben wären Zusammenschlüsse interessant, die uns neue Vertriebskanäle oder Kompetenzen erschließen würden. Eine ergänzende Übernahme würde ich ganz klar vorziehen.“

 

Eine neuer Vertriebskanal würde zum Beispiel mit der Fondstochter der Deutschen Bank, der DWS, entstehen. Diese Übernahmegerüchte will Hunt nicht kommentieren. Aber eine Übernahme eines Asset Managers schließt sie auch nicht aus. Denn sie will sich nicht "in einer Position wiederfinden, in der andere Akteure bei einer Konsolidierung mitmischen, diese eine Größe von Billionen Euro verwaltetem Vermögen erreichen, den Markt dominieren – und wir am Ende zurückfallen."

 

Wäre dann ein Zusammenschluss von Pimco und Allianz GI nicht sinnvoll? Das hält Hunt für keine gute Idee. "Wenn die zwei Asset Manager verschmelzen, wäre das eine große Ablenkung. Am Ende verbrächten wir viel Zeit damit, uns um Personalfragen zu kümmern, statt das Geld der Kunden zu verwalten. Derlei würde nur Sinn ergeben, wenn sich daraus substanzielle Skaleneffekte erzielen ließen. Beide Unternehmen nebeneinander bestehen zu lassen, eröffnet eine Wahlmöglichkeit – sowohl hausintern für die Allianz als auch für externe Kunden.

Jacqueline Hunt · Allianz
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