Unfallauto (Symbolbild)
Unfallauto (Symbolbild)Quelle: Dieter Schütz  / www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Nach dem Crash ist vor der Unfallflucht: "Den Rest macht die Versicherung"

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es ist ein sonderbares Lob für den Service der KFZ-Branche. Ein junger Autofahrer hat einen Unfall verursacht und sich mit einem Spruch für die Ewigkeit unerlaubt vom Unfallort entfernt, im Gottvertrauen auf die Regulierungsstärke der Branche.

Junge Menschen treffen mitunter schlechte Entscheidungen – genau wie Alte. Der 19-Jährige hatte auf der Autobahn 4 nach ersten Ermittlungen zwei Frauen "abgedrängt", sodass diese in eine Betonmauer fuhren. Wo genau auf der Autobahn eine Betonmauer steht, wie die beiden Damen bei einem Aufprall auf selbige im Autobahntempo unverletzt blieben und wie die Abdrängung konkret verlief, beschreibt die meldende Zeitung Westfälische Nachrichten leider nicht. Wohl aber die Reaktion des jungen Mannes nach dem Unfall.

Dieser stieg aus seinem Wagen, schlenderte zum Fahrzeug der Damen, erkundigte sich nach dem Gesundheitszustand der Insassen und verließ den Unfallort mit dem Hinweis: "Den Rest macht die Versicherung".

 

Ja, es wird noch wilder

 

Hier könnte die Geschichte enden; könnte. Der Fahranfänger verließ die Autobahn und fuhr kurzerhand auf einer Landstraße in einen Graben, den Restweg legte er per pedes zurück. Die von aufmerksamen Zeugen verständigte Polizei zeigte sich freundlich und ersparte ihm den Fußweg mittels Mitnahme im Streifenwagen.

Dieses gastliche Entgegenkommen adelte der wohl unter Drogeneinfluss stehende junge Mann mit "wüsten Beschimpfungen".

Da hat wohl jemand neben dem Auto auch seine Manieren im Graben gelassen.

 

Das er den Führerschein abgeben muss und ihn ein Strafverfahren erwartet, erwähnen wir nur der Vollständigkeit halber.

Unfall im Straßenverkehr · Schadenregulierung · Schadenmanagement
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