Heiner Feldhaus, Vorstandsvorsitzender der Concordia Versicherungen
Heiner Feldhaus, Vorstandsvorsitzender der Concordia VersicherungenQuelle: Concordia
Unternehmen & Management

Concordia ist trotz stark sinkendem Jahresüberschuss mit sich im Reinen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Mit der Geschäftsentwicklung des Jahres 2018 sind wir zufrieden", erklärt Heiner Feldhaus, Vorstandsvorsitzender der Concordia Versicherungen auf der Hauptversammlung. Dabei gebe es durchaus Punkte, mit dem Ergebnis zu hadern.

Die Concordia Versicherungen verzeichneten im Geschäftsjahr 2018 als Konzern einen Rückgang bei den Beitragseinnahmen, ursächlich sei die Veräußerung der polnischen Tochtergesellschaften. Ohne Berücksichtigung dieses Sondereffekts stiegen die gebuchten Beiträge "jedoch um 2,8 Prozent", schreibt das Unternehmen. Der Jahresüberschuss belief sich konzernweit auf 30,8 Mio. Euro. Der Rückgang zum Vorjahr beträgt rund 29 Prozent.

 

Das ficht Feldhaus nicht an, er bezeichnet das Ergebnis vor dem Hintergrund "der herausfordernden Rahmenbedingungen" als "sehr solide" und ergänzt: "Es stärkt den Konzern in seiner Aufstellung für die Zukunft. Dies kommt am Ende unseren Kunden zu Gute".

 

Vieles läuft gut

 

Die unternehmensinternen Konzernziele zu Wachstum, Ertrag und Kosten wurden "erneut alle übertroffen". Die gesamte Belegschaft wird daran teilhaben. Über eine garantierte Gratifikation hinaus (0,3 Gehälter) erhalten alle Mitarbeitenden eine Sonderzahlung in Höhe von 0,4 Gehältern. "Leistung muss sich lohnen", erklärt Feldhaus zu diesem löblichen Schritt. "Die Beteiligung der Mitarbeitenden am Geschäftserfolg ist dabei nur eine Stellschraube, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein". Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit sei neben guten Produkten und einer guten Schadenregulierung ein Schlüssel für zufriedene Kunden.

 

Die Concordia Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit konnte auch im Jahr 2018 "überdurchschnittlich wachsen". Die Beitragseinnahmen stiegen um 4,7 Prozent auf 561,8 Mio. Euro, im Vorjahr waren es 536,8 Mio. Euro. "Besonders erfreulich ist, dass alle Sparten zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben", betonte Wolfgang Glaubitz, Vorstand für die Schaden- und Unfallversicherung.

 

Die deutlichsten Zuwächse waren in den Sparten Sach (7,1 Prozent), Rechtsschutz (6,2 Prozent) und Unfall (3,3 Prozent) zu verzeichnen, aber auch die Kraftfahrtversicherung zeigte mit 2,7 Prozent eine positive Entwicklung. Die Schadenbelastung fiel im Jahr 2018 deutlich höher aus als im Vorjahr. Zwei wesentliche Treiber für die höhere Schadenbelastung waren die Stürme "Burglind" und "Friederike" direkt zu Beginn des Jahres. Insgesamt stieg der absolute Bruttoschadenaufwand im selbst abgeschlossenen Geschäft um 7,1 Prozent beziehungsweise 26,8 Mio. Euro. Die Schadenquote des Geschäftsjahres (brutto) lag mit 72,2 Prozent ebenfalls über Vorjahresniveau von 70,8 Prozent. Nach Beteiligung der Rückversicherer ergab sich eine Combined Ratio von 96,3 Prozent, im Vorjahr waren es 96,6 Prozent.

Concordia · 2018 · Jahreszahlen
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