Hochwasser (Symbolbild)
Hochwasser (Symbolbild)Quelle: Gabi Eder  / www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Tief Axel sorgt für Evakuierung eines Krankenhauses, Tornado und einen Toten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
In den vergangenen Monaten war es zu wenig, jetzt deutlich zu viel: Regen. Das Tief Axel hat in Deutschland gewütet und für Überschwemmungen, Einstürze, Blitzschläge und sogar einen Tornado geführt. Es gibt auch einen Toten zu melden.

Egal in welchen Teil des Landes geblickt wird, die Wassermassen hatten die Deutschen fest im Griff. Im Südwesten liefen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg die Keller voll. Die Stadt Wangen im Allgäu musste Hochwasseralarm auslösen. Der Fluss Obere Argen habe den Auslösepegel von 2,30 Metern überschritten. Die Behörden setzten einen Hochwasser-Einsatzplan in Kraft, verteilten Sandsäcke und richteten ein Bürgertelefon sowie einen Liveticker ein.

 

Im Süden war Bayern schwer betroffen. Mehrere Pegelstände erreichten die Meldestufe 3 von 4, bei den Überflutungen und Verkehrseinschränkungen zu erwarten sind. Ein Autofahrer verstarb in Aurach (Bayern) als er auf der regennassen Autobahn 6 ins Schleudern kam und zwischen zwei Bäumen eingeklemmt wurde

 

Im Westen sah es ähnlich aus: In Nordrhein-Westfalen war der Kreis Lippe besonders betroffen. Insgesamt betrachtet lag vor allem Ostwestfalen im Einflussgebiet des Unwetters. Auf der Autobahn 44 kam es zu mehreren regenbedingten Unfällen. In Helmstedt (Niedersachsen) kam es zu einer Evakuierung in einem Krankenhaus wegen eines Wasserschadens. Die Decke des Helios-Klinikums war eingestürzt, nachdem sich auf dem Dach wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte.

 

Tornado und brennende Reetdächer

 

Den Osten der Republik hat Axel auch nicht verschont. In der Hauptstadt musste zeitweise der Ausnahmezustand ausgerufen werden, mittlerweile hat sich die Situation allerdings wieder entspannt. In Thüringen liefen Keller voll und Straßen mussten zeitweise gesperrt werden. In Sachsen hat ein aufmerksamer Mensch sogar einen Tornado gesichtet.

 

Im nördlichen Teil des Landes waren es Gewitter, die die Einsatzkräfte beschäftigten. Auf der Ostseeinsel Rügen und in der Gemeinde Gnevkow (Mecklenburg-Vorpommern) gerieten Reetdächer aufgrund von Blitzen in Brand.

 

Brennende Dächer, einstürzende Krankenhäuser, Unfälle und Schäden an Häusern. Die Versicherer werden in den kommenden Tagen wieder gefordert sein, allerdings soll laut Meteorologen das Schlimmste überstanden sein.

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