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Omnius CEO Sofie Quidenus-Wahlforss "macht Umsatz" und will USA-Geschäft ausbauen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wer mit 16 eine Firma gründet und seit dem 21. Lebensjahr mit Robotern arbeitet, versteht etwas von Unternehmertum und KI. Sofie Quidenus-Wahlforss ist CEO des Berliner Unternehmens Omnius, das Versicherern bei der Digitalisierung hilft. Im Interview mit einer Zeitung erklärt sie, warum KI dumm, neuronale Netzte harmlos und die Versicherungswelt spannend ist.

Omnius scannt Dokumente ein, liest die enthaltenen Informationen aus und ordnet sie den entsprechenden Abteilungen zu, was zu Zeit und Arbeitskraftersparnis führt. Die Allianz, Baloise und Signal Iduna gehören zum Kundenkreis der Berliner, die bei ihrer Arbeit auf neuronale Netze setzen. Eine komplette Übernahme der Versicherungslandschaft durch KI ist aber vorerst nicht zu befürchten.

 

 "KI selbst ist strunzdumm, sie kann nur eng gefasste Aufgaben abarbeiten", erklärt Quidenus-Wahlforss gegenüber der SZ. Aber sie hat auch Vorteile, da sie schneller prozessiere als ein Mensch, der seine Zeit dann anderweitig einsetzen könne.

 

Die Idee scheint anzukommen, das Unternehmen "mache Umsatz", habe 25 Kunden und gerade "20 Millionen Euro an Finanzierung auf die Beine gestellt". Derzeit "schnüffle" das Unternehmen in den USA, um dort eventuell in den Markt einzusteigen. "Der Fokus liegt aber auf unserem Heimatmarkt in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Großbritannien und Frankreich", stellt Quidenus-Wahlforss klar.

 

Zu wenig KI-Talente in Deutschland?

 

Der Sitz des Unternehmens werde trotz möglicher Expansion in Berlin sein. Das liegt auch daran, dass Omnius dort internationale Talente anwerben kann, denn in Deutschland mangle es an selbigen.

 

Viele Bewerber würden durch den siebenstündigen Interviewprozess inklusive technischer Herausforderung nicht durchkommen. Daher sei es einfacher "Talente in Indien, China, den USA, in der ganzen Welt zu finden". Zwar "habe man auch Mitarbeiter aus Deutschland", aber dass bei Omnius Menschen aus 31 Nationen arbeiten, "habe einen Grund".

Als Lösung für das IT-Wissensloch fordert sie Programmieren als zweite Fremdsprache in der Schule, und zwar ab sechs Jahren. Damit erwische man auch die Mädchen, die "extrem gut darin sind", aber in der Pubertät damit aufhören, "weil ihnen jemand erzählt, dass sie es nicht gut können".

Omnius · künstliche Intelligenz
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