Die Kölner Pensionskasse beschließt schmerzhafte Einschnitte
Die Kölner Pensionskasse beschließt schmerzhafte EinschnitteQuelle: Segovax / www.pixelio.de / PIXELIO
Unternehmen & Management

Sanierung der Kölner Pensionskasse, Teil II: Grünes Licht für Neuanfang

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Mitglieder-Vertreterversammlung der Kölner Pensionskasse hat dem Sanierungskonzept zugestimmt. VWheute berichtete am Freitag, dass die Kölner ihren Partnerunternehmen in einem bemerkenswert offenen Brief die Fehler der Vergangenheit offenlegten, die eine Sanierung nötig machen. Gleichzeitig zeichnete das Unternehmen einen Weg in die Zukunft, der sehr schmerzhafte Maßnahmen beinhaltet.

Die in dem Brief dargestellten Fehler der vergangenen Jahre ließen selbst erfahrenen Finanzfachleuten die Haare zu Berge stehen – doch das Unternehmen erwähnte auch einen Sanierungsplan, den die Hauptversammlung am Donnerstag bestätigen oder ablehnen musste. Das höchste Gremium des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit hat nun grünes Licht für "wichtige Sanierungsmaßnahmen und Kürzungen bei den Versicherungsleistungen" gegeben.

 

Die beschlossenen Maßnahmen sind notwendig geworden, nachdem die Bilanz 2017 einen nicht durch Eigenmittel gedeckten Fehlbetrag auswies. Ziel der Sanierung ist es, den entstandenen Fehlbetrag auszugleichen, eine stabile finanzielle Grundlage für die Pensionskasse zu schaffen und somit die Versicherungsleistungen für Rentner und Anwärter für die Zukunft zu sichern.

 

Das umfangreiche Sanierungskonzept der Kölner Pensionskasse war in den vergangenen Monaten in enger Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht dem Verantwortlichen Aktuar, Treuhänder und Wirtschaftsprüfer erarbeitet worden. Es umfasst unter anderem Leistungskürzungen mit einem Deckungsrückstellungsvolumen von insgesamt 48,3 Mio. Euro. Für die einzelnen Versicherten fallen die Leistungskürzungen je nach Tarif und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses unterschiedlich hoch aus. Die Gesamtdeckungsrückstellung wird um circa 12,2 Prozent gekürzt.

 

"Die Zustimmung zum Sanierungskonzept ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft der Pensionskasse und für die Sicherheit der Versicherungsleistungen", erklärt Olaf Keese, Vorstandsvorsitzender der Kölner Pensionskasse VVaG. "Es ist uns der Spagat gelungen, einerseits die Leistungskürzungen nicht höher als notwendig vorzunehmen, andererseits aber dennoch eine solide Grundlage für die Geschäftsentwicklung der kommenden Jahre zu schaffen."

Auch interessant
Zurück
21.06.2019VWheute
Nächste Pensi­ons­kasse am Abgrund: Deut­sche Steu­er­be­rater-Versi­che­rung Gerade als sich die Pensionskassen offenbar wieder gefangen hatten. Die …
Nächste Pensi­ons­kasse am Abgrund: Deut­sche Steu­er­be­rater-Versi­che­rung
Gerade als sich die Pensionskassen offenbar wieder gefangen hatten. Die Deutsche Steuerberater-Versicherung, Pensionskasse des steuerberatenden Berufs VVaG hat eine Nichtbedeckung der …
20.05.2019VWheute
Bundesrat gibt grünes Licht für E-Scooter - aber mit Ände­rungen Der Bundesrat hat am Freitag grünes Licht für die Zulassung von E-Scootern auf …
Bundesrat gibt grünes Licht für E-Scooter - aber mit Ände­rungen
Der Bundesrat hat am Freitag grünes Licht für die Zulassung von E-Scootern auf deutschen Straßen gegeben. Damit hat die Länderkammer einer Verordnung des Bundesverkehrsministeriums zugestimmt. Allerdings verlangen …
17.05.2019VWheute
Sanie­rung der Kölner Pensi­ons­kasse: Unter­nehmen offen­bart haar­sträu­bende Fehler, punktet dafür mit Ehrlich­keit Die Kölner Pensionskasse hat …
Sanie­rung der Kölner Pensi­ons­kasse: Unter­nehmen offen­bart haar­sträu­bende Fehler, punktet dafür mit Ehrlich­keit
Die Kölner Pensionskasse hat massive finanzielle Probleme, aber auch Fehler begangen. Die Bafin hat das Neugeschäft untersagt und beaufsichtigt die Kasse, die …
09.05.2019VWheute
Hinsch: "Das Verhältnis zwischen Risiko und Prämie ist in Schief­lage" Er gehört zweifelsohne zu den verdientesten Managern der HDI: Christian Hinsch …
Hinsch: "Das Verhältnis zwischen Risiko und Prämie ist in Schief­lage"
Er gehört zweifelsohne zu den verdientesten Managern der HDI: Christian Hinsch tritt heute pünktlich zur Jahreshauptversammlung der Talanx nach 35 Jahren Betriebszugehörigkeit in den Ruhestand. In seinem …
Weiter