Wohnriester
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Politik & Regulierung

DIA fordert Reform von Wohn-Riester

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Riester-Rente hat bekanntlich schon bessere Zeiten erlebt. Jüngsten Angaben des Bundesarbeitsministeriums zufolge ist die Zahl der Riester-Verträge erstmals leicht rückläufig. Auch beim sogenannten "Wohn-Riester" hat die Zahl der Neuverträge deutlich nachgelassen. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) fordert nun ein Update, da "Wohn-Riester" zu neuen Ungerechtigkeiten und einem immensem Verwaltungsaufwand geführt habe.

Die erste Forderung: Statt der Zentralen Zulagenstelle für Altersvorsorge (ZfA) sollten die Anbieter der Riester-Verträge die Prüfbescheinigungen für die Entnahme zur Immobilienfinanzierung ausstellen. Für sie wäre die Abarbeitung des umfangreichen Prüfkatalogs einfacher, so das DIA. Dies verkürze die Zeitspanne für die Prüfung erheblich. Zudem dürften Anbieter von Riester-Verträgen entweder bereits von Vertragsbeginn an eine Entnahme zu Wohnzwecken ausschließen oder die ZfA führe das Wohnförderkonto nach der Entnahme weiter. Bei den Bausparkassen mit Wohn-Riester geschähe dies nach der Beendigung des Bauspardarlehens. Dies würde bei den Anbietern die IT-Kosten senken und damit die Verwaltungskosten für alle Sparer, heißt es weiter.

 

Zudem sollte die Verzinsung der Wohnförderkonten mit einem Zinssatz von zwei Prozent entweder durch eine Kopplung an den sogenannten Basiszinssatz flexibilisiert oder ganz gestrichen werden. So würden viele Sparer diese Verzinsung in Zeiten der Niedrigzinsen als ungerecht empfinden. Außerdem sollte die Besteuerung des "Wohn-Riester" in der Auszahlungsphase sollte geändert werden. Demnach würden viele Sparer den Rabatt von 30 Prozent der Bemessungsgrundlage als unfair niedrig ansehen. Daher schlagen die Autoren stattdessen eine Fünftelregelung vor. Der zu versteuernde Betrag würde auf fünf Jahre verteilt und jeweils versteuert. Eine solche Regelung habe sich bereits bei Abfindungen bewährt.

 

Auch bei der Riester-Rente selbst sieht das DIA gute Chancen, dem Produkt einen neuen Schwung zu verleihen. Ziel müsse sein, die Komplexität bei Riester zu reduzieren, sagte DIA-Sprecher Klaus Morgenstern jüngst in Berlin. Hierzu wurden im Kern drei Vorschläge für ein vereinfachtes Altersvorsorgemodell entwickelt.

DIA · Wohnriesterförderung
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