Köpfe & Positionen

Marcel Maschmeyer: "Bauchgefühl als Einflussfaktor haben wir längst gefeuert"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Er hat einen berühmten Namen und Vater: Marcel Maschmeyer, Sohn des Finanzunternehmens Carsten Maschmeyer. Nun ist der 29-Jährige als Gründer und Vorstand des Vermögensverwalters Paladin selbst in dessen Fußstapfen getreten. Sein Credo: "Das Bauchgefühl haben wir als Einflussfaktor längst gefeuert. Wir prüfen ungefähr sechs Wochen jedes mögliche Investment sehr tief und von allen Seiten."

Dabei werde anfängliche Euphorie "dann sukzessive durch Fakten ersetzt. Am Ende sitzen wir mit dem Team zusammen und sprechen alle kritischen Punkte durch. Und auch dann steigen wir bisweilen nicht sofort ein. Die Bedeutung des richtigen Timings wird noch oft unterschätzt", betont Maschmeyer im Interview mit dem Handelsblatt. Allerdings glaube er, dass "Teile der Branche werden noch mehr Probleme bekommen. Die Welt trennt sich einfach auf in Nischenanbieter, die etwas Besonderes können, und die ETF-Welt, die besonders kostengünstig das macht, was alle von ihr erwarten. Dazwischen gibt es heute noch eine Fraktion, die selbst nicht weiß, ob sie Fisch oder Fleisch ist. Und die muss sich bald entscheiden. Entweder sie wird deutlich kostengünstiger – oder sie bietet klaren Mehrwert. Einfach so mitzuschwimmen, wird künftig nicht mehr reichen", glaubt der Unternehmensgründer.

 

Was ihn von seinem prominenten Vater unterscheidet: "Ich bin im Grunde meines Wesens ein Techniker. Ich habe Freude daran, Dinge zu verstehen, Sachen auseinanderzupuzzeln und zu optimieren, egal, worum es geht. Ich kann mich in Excel-Modellen verlieren. Mein Vater hätte daran sicher weniger Spaß. Er ist ein Macher. Er möchte lieber mit Menschen arbeiten und Dinge bewegen und vorantreiben.

Marcel Maschmeyer
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