Taschenmesser - oft hilfreich
Taschenmesser - oft hilfreichQuelle: Kurt Klement  / www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Bauer amputiert sich Bein mit Taschenmesser

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Warnung – Diese Geschichte ist voller Blut und Grauen, hören Sie auf zu lesen, wenn sie solche Meldungen nicht gut verdauen können. Ein Farmer in Amerika kam während seiner Tätigkeit in eine Ausnahmesituation und griff zum Messer, um sein Bein zu amputieren und so sein Leben zu retten. Wie ein Unfallversicherer einen solchen Ausnahmefall behandeln würde, erklärt die Debeka.

In Nebraska (USA) führt der Farmer Kurt Kaser einen Bauernhof. Kürzlich füllte er zum wahrscheinlich tausendsten Mal Getreide in seinen Speicher. Als er aus seinem Truck stieg, rutschte er ab und sein Bein verfing sich im Einfülltrichter der mechanischen Förderschnecke, die das Getreide mittels Rotation in das höhergelegte Silo befördert. Kaser hatte die Vorrichtung nicht abgestellt, meldet SPON.

 

Noch einmal eine Leserwarnung, jetzt wird es wirklich blutig.

 

Die Konstruktion fasste das Bein des Farmers und zog es Zentimeter um Zentimeter in die Maschinerie – Notknopf und Handy waren nicht erreichbar, die Hilferufe verhallten auf der menschenleeren Farm. Trotzt verzweifeltem Ringen um jeden Millimeter Boden zog es ihn immer weiter Richtung Schnecke. Im Bewusstsein seines ausweglosen Kampfes und der aufgrund des Blutverlustes und Schmerzen nahenden Ohnmacht griff Kurt schließlich zum Messer.

 

"Ich merkte, wie ich Nerven durchtrennte", erklärte Kurt. Das Schneiden und Zerbrechen des von der Schnecke misshandelten Beines dauerte quälende fünf Minuten, aber schließlich konnte er den misshandelten Stumpf aus dem Trichter ziehen. Sein Martyrium war damit aber noch nicht beendet. Die 50 Meter zum Haus mussten kriechend und blutend zurückgelegt werden, erst jetzt konnte der rettende Notruf abgesetzt werden.

 

Das Unglück als Versicherungsfall

 

Wie ein Unfallversicherer bei einem solchen Geschehen vorgeht, erklärt die Debeka. Der Schaden würde voll übernommen. Das Abtrennen des Beines ist in diesem Fall keine Selbstverstümmelung, sondern, versicherungstechnisch ausgedrückt, eine Schadenminderungsmaßnahme, um Schlimmeres zu verhindern, namentlich den Tod.

 

Das der Vorfall auf Fahrlässigkeit beruht, da die Maschine nicht abgestellt wurde, und ein Arbeitsunfall vorliegt, spielt in einer modernen Unfallversicherung wie die der Debeka keine Rolle, es besteht 24-Stunden Deckung.

 

Hoffen wir für jeden Bauer und Schadenbearbeiter, dass dieser Vorfall, der sehr an den Horrorfilm Saw erinnert, eine Ausnahme bleibt.

Debeka · Unfallversicherung · Personenschaden
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