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Politik & Regulierung

Bayer muss wegen Unkrautvernichter zwei Milliarden Dollar zahlen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das ist ein teures Urteil für den deutschen Chemiekonzern. Der Pharmakonzern Bayer hat auch den dritten Prozess wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Roundup seiner Tochter Monsanto in den Vereinigten Staaten verloren. Der Schadensersatz soll umgerechnet 1,78 Milliarden Euro betragen.

Ob Bayer den Kauf von Monsanto mittlerweile bereut? Im Jahr 2016 wechselte das Unternehmen für 66 Mrd. Dollar unter das Dach von Bayer und hat den Milliarden-Prozess verursacht und den Wert des Gesamtunternehmens erheblich geschadet. Weitere Prozesse werden wohl folgen.

 

In dem aktuellen Fall erkrankte ein Seniorenpaar an Lymphdrüsenkrebs und glaubte die Schuld an dem glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup von Monsanto erkannt zu haben. Bayer bestreitet den Zusammenhang und spricht von Vorerkrankungen. Das Unternehmen ist, verständlicherweise, von dem Urteil enttäuscht und kündigt Berufung an.

 

In dieser Art von Prozessen hat Bayer mittlerweile Erfahrung, den laut Spon ist es bereits der dritte Schuldspruch innerhalb weniger Monate. Das weitere Klagen diesem Milliardenurteil folgen werden, gilt als sicher.  Es sollen noch über 13.000 Klagen gegen Monsanto wegen Roundup anliegen.

 

Nach Insiderinformationen soll Monsanto eine Products liability policy besitzen, deren Deckung von 500 Millionen US-Dollar allerdings allein durch die Rechtsberatungskosten ausgeschöpft sei, zudem wären Strafzahlungen (punitive damages) ausgeschlossen.

 

Der Aktienkurs des Unternehmens Bayer leidet kräftig, Quellen sprechen von einer Vernichtung von Shareholder Value in Höhe von 30 Mrd. Euro. Bei diesen Summen gerät das Unternehmen an die Grenzen der Versicherbarkeit.

Chemie · Bayer · Monsanto
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